Computervirus im Weltall

Virus befällt Internationale Raumstation (ISS)

Ein Astronaut brachte unabsichtlich einen mit dem Virus Stuxnet infizierten USB-Stick an Bord der Internationalen Raumstation (ISS) und verseuchte damit das System der Raumkapsel.

Virus befällt Internationale Raumstation (ISS)

© NASA/JSC

Virus befällt Internationale Raumstation (ISS)

Der renommierte Sicherheitsexperte Eugene Kaspersky, Chef des gleichnamigen Virenschutz-Herstellers, verriet, dass der Virus Stuxnet unlängst das System der ISS infiziert habe. Wie Kaspersky erklärt, brachte ein russischer Astronaut einen mit dem Virus verseuchten USB-Stick an Bord der Internationalen Raumstation. Als dieser Stick dann mit den Computern im Weltall verbunden wurde, infiltrierte Stuxnet die ansässigen Windows-Systeme.

Glücklicherweise hätte der Virus jedoch keinerlei Einfluss auf die Funktionstüchtigkeit der Raumkapsel oder deren Steuerelemente (SCADA Systeme) gehabt. Außerdem, so fügte Kaspersky an, sei es nicht das erste Mal gewesen, dass ein Virus die Raumstation kaperte. Von Zeit zu Zeit gäbe es eben Virus-Epidemien auf der ISS.

Extreme Tech berichtet zum Beispiel über einen weiteren XP-Zwischenfall im Jahre 2008: Damals wurden die Windows-Systeme mit dem Wurm W32.Gammima.AG infiziert. Nach dem letzten Vorfall dieser Art wurden die zuvor auf Windows XP basierenden Systeme durch das Betriebssystem Linux ausgetauscht. Offiziell um sie stabiler und verlässlicher zu machen.

Kaspersky sieht in dem ISS-Befall ein gutes Beispiel für die Verbreitung von Viren. Nicht mit dem Internet verbunden zu sein, schütze nicht pauschal vor einer Infektion mit einem Schädling. So sei in der Vergangenheit sogar schon ein russisches Atomkraftwerk von Stuxnet befallen worden, obwohl dieses keinerlei Zugang zum Web bereitstelle.

Eugene Kaspersky Press Club 2013

Quelle: SC Magazine
0:17 min

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