Phishing-Studie

Viele geben Kontodaten an Unbekannte heraus

Das Benutzerverhalten beim Online-Shopping ist in einer vom Antivirushersteller Bitdefender veröffentlichten Studie untersucht worden. Dabei zeigt sich, dass viele Internet-Nutzer recht leichtfertig mit vertraulichen Daten umgehen. So haben fast 60 Prozent der Befragten angegeben, schon einmal auf eine Phishing-Mail geantwortet zu haben.

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Im Rahmen der Bitdefender-Studie ist eine Umfrage unter 2210 Personen im Alter zwischen 18 und 65 Jahren durchgeführt worden. Fast alle, 98 Prozent, haben bereits Phishing-Mails erhalten, in denen sie nach ihren Kreditkartendaten gefragt wurden. Überraschender ist, dass 58 Prozent eingeräumt haben, sie hätten auf eine solche Mail reagiert und ihre Bank- oder Kreditkartendaten wie angefordert preisgegeben.So wird es Online-Kriminellen leicht gemacht die Konten ihrer Opfer zu plündern. Bei 47 Prozent der Umfrageteilnehmer ist folgerichtig auch Geld missbräuchlich vom Konto abgehoben worden. Immerhin 32 Prozent haben einen Anruf ihrer Bank erhalten, die um eine Bestätigung der von den Täter ausgelösten Transaktionen gebeten hat. Des Weiteren sind 65 Prozent der Befragten von ihrem Mail-Konto ausgesperrt worden, da sie dessen Zugangsdaten ebenfalls ausgeplaudert hatten. Bitdefender hat neben dieser Umfrage auch im Web nach verfügbaren Kontodaten gesucht. Ohne große Mühe fanden sich per Suchmaschine innerhalb weniger Minuten detaillierte Bankkonto- und Kreditkartendaten von 30 Personen. Noch größere Datenmengen sind bei kriminellen Datenhändlern erhältlich. Je nach Land und Kontostand (oder Kreditrahmen) werden Preise zwischen 17 und 200 US-Dollar verlangt.

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