TV-Markt

Käufer wollen größere Fernseher und mehr Ausstattung

Die Marktdaten für die Unterhaltungselektronik in Deutschland stehen fest. Bei Fernsehern sind große Bilddiagonalen und hohe Ausstattungsqualität gefragt. Insgesamt liegt die klassische Unterhaltungselektronik dennoch im Minus.

Flat-TV-Absatz 2012

© gfu / GFK

Flat-TV-Absatz 2012

Was wollen die Konsumenten? Größere Bildschirme! Das verraten die für das Jahr 2012 erhobenen Marktzahlen, die nun vorliegen. Der Trend geht zu Geräten mit Bildschirmen von 37 Zoll (94 cm) oder noch größeren Diagonalen. Sie stellen mit 4,2 Milliarden Euro 70 Prozent des TV-Umsatzes. LCD-Fernseher sind dabei mit 9 Millionen Stück (+ 2,3 %) die stärkste Produktsorte.

Gleichzeitig ist hochwertige Ausstattung gefragt. Die Hälfte aller verkauften Fernseher sind Smart TVs (2012: 4,8 Millionen, 2011: 3,4 Millionen). Zusammen mit Smartphones und Tablet-PCs weisen sie signifikante Steigerungen beim Absatz und Umsatz auf. Dabei schreitet die Heimvernetzung mit dem Smart TV als Basis weiter voran. Zudem wird 3D-Tauglichkeit verlangt: Mit 3,2 Millionen in 2012 (2011: 1,7 Millionen) verkauften 3D-Fernsehern setzt sich die Möglichkeit der räumlichen Darstellung des TV-Bilds weiter durch.

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Trotz dieser wohlklingenden Zahlen hat die klassische Unterhaltungselektronik insgesamt ein Umsatzminus von 1,6 Prozent zu verzeichnen. Ihre Vormachstellung büßt sie dennoch nicht ein. Mit einem Anteil von 51 Prozent und 14,8 Milliarden Euro Umsatz stellt sie nach wie vor das größte Segment im Gesamtmarkt. Den dicksten Umsatzanteil steuern mit sechs Milliarden Euro die Fernsehgeräte bei. Hier stoppte der bisherige immense Preisverfall: Der Umsatz blieb bei den TVs nahezu konstant, obgleich der Absatz um 1,1 Prozent schrumpfte.

Die weniger klassische Unterhaltungselektronik ist auf dem besten Weg, die Marktmacht neu zu bestimmen. Erstmals wurde mit Smartphones ein höherer Umsatz erzielt als mit TV-Geräten. Die privat genutzten Telekommunikations-Produkte erreichen ein Umsatzplus von 20,1 Prozent und damit 26 Prozent des Gesamtumsatzes. Die privat genutzten IT-Produkte erzielten 0,9 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahr und tragen 22 Prozent zum Gesamtumsatz bei.

Die Marktzahlen der CE-Branche werden von den Marktforschern der gfu-Gesellschafter und der Mitgliedsfirmen des Fachverbands Consumer Electronics des ZVEI sowie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) gemeinsam einheitlich für alle Marktteilnehmer in Form des offiziellen Consumer Electronics Market Index CEMIX erhoben und in Kooperation mit dem Bundesverband Technik des Einzelhandels (BVT) für jedes Quartal veröffentlicht.

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