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The Interview - Apps und Websites verteilen Malware

Wer auf der Suche nach einem Stream oder Download zum Sony-Film The Interview ist, sollte sich in Acht nehmen. Apps und Websites verteilen Malware.

Spionage-Symbolbild

© © Jürgen Fälchle - Fotolia.com

The Interview: Vorsicht vor vermeintlichen Film-Streams und -Downloads.

Der Hype um den Sony-Film The Interview ruft Kriminelle auf den Plan. Wissend um den Bedarf der Online-Nutzer für Streams oder Downloads verteilen gefälschte Apps und Websites Trojaner und andere Malware. Spiegel Online berichtete und beruft sich dabei auf Sicherheitsexperten von McAfee, dem Centre of Advanced Security Research Darmstadt und von der Technischen Universität Darmstadt.

In Südkorea sollen durch eine Android-App bereits 20.000 Nutzer betroffen sein. Die heimtückische Anwendung soll es auf Online-Banking-Daten abgesehen haben. Dazu warten Webseiten, die man etwa über Suchmaschinen findet, die Links zu Downloads versprechen. Neben illegalen Angeboten warten dabei auch andere Malware-Quellen, die Nutzer so oder so vermeiden sollten.

Der Film The Interview kam in den vergangenen Wochen zu fragwürdiger Berühmtheit. Anfangs wurde gemutmaßt, dass die Komödie um ein Attentat auf den nordkoreanischen Diktator Kim Jong Un der Grund für die Hacks auf die Server von Sony Pictures war. Als Verantwortlicher wurde die nordkoreanische Regierung vermutet, der Film sollte nicht veröffentlicht werden. Sony gab nach und entschied sich zuerst gegen einen Kinostart, erntete dafür Kritik - sogar von US-Präsident Barack Obama - und zeigte den Film dann doch - zumindest in kleineren Kinos. Dazu wird der Film für US-Nutzer auf diversen Seiten kostenpflichtig gestreamt - kostenlose Angebote gibt es nicht, jedenfalls nicht legal.

Lesetipp: Filesharing - was ist legal, was ist illegal?

In der Zwischenzeit vermuteten einige Quellen, dass es sich um einen Insider-Job gehandelt haben könnte. So glauben Sicherheitsexperten des norwegischen Unternehmens Norse, dass ehemalige Sony-Mitarbeiter und Raubkopierer für die Hacks verantwortlich zeichnen könnten. Auch der Sicherheitschef der Hacker-Konferenz Defcon - Marc Rogers - mag nicht so wirklich glauben, dass die US-Behörden genügend Hinweise hätten, um so schnell die nordkoreanische Regierung als Täter auszumachen.

Während die unbekannten Hacker Sony auf der einen Seite schadeten - unter anderem wurden etwa sensible Chat-Protokolle mit Schauspielern und andere unveröffentlichte Filme online gestellt -, dürfte der Rummel um The Interview Sony auf der anderen Seite gut getan haben. 15 Millionen US-Dollar wurden bereits durch kostenpflichtige, legale Streams auf Plattformen wie Google Play, Youtube, Xbox Live oder iTunes eingenommen. Dazu kommt die Aufmerksamkeit - respektive Werbung -, die der Film so erhält. In Deutschland kommt The Interview am 5. Februar 2015 in die Kinos.

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