Schnelleres Internet

Telekom startet Vectoring für 200.000 Haushalte

Die Telekom hat in den ersten 20 deutschen Ortsnetzen das Vectoring für 200.000 Haushalte aktiviert. Dies bringt schnelleres VDSL-Internet via Kupferleitung.

Telekom aktiviert in 20 Ortsnetzen VDSL-Vectoring.

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Telekom aktiviert in 20 Ortsnetzen VDSL-Vectoring.

Die Telekom hat in 20 Ortsnetzen VDSL-Anschlüsse aus der Vectoring-Liste der Bundesnetzagentur in Betrieb genommen. Mit Vectoring, einer speziellen VDSL2-Technik auf der sogenannten letzten Meile zwischen Verteilerkasten und Haushaltsanschluss, sollen höhere Verbindungsgeschwindigkeiten ermöglicht werden.

Bisher ist diese Technologie jedoch noch nicht überall verfügbar. Vorerst können seit dem 28. August 2014 200.000 Haushalte die maximale Geschwindigkeit des Anschlusses von 50 Mbit/s auf 100 Mbit/s verdoppeln. Auch der Upload vervierfacht sich im Vergleich zu VDSL 50 von 10 auf 40 Mbit/s.

Der Konzern hatte den Breitbandausbau bereits am 31. Juli 2014 angekündigt, benötigte aber für jedes Ortsnetz noch die Genehmigung durch die Bundesnetzagentur. Zunächst beschränkt sich das Angebot auf kleinere Orte und Städte im gesamten Bundesgebiet, Großstädte sind nicht darunter. Vectoring ist in den Ortnetzen von Hilden, Erkelenz, Wegberg, Wegberg-Röttgen, Gronau-Westfalen, Gronau-Epe, Hennigsdorf, Velten, Zittau, Prenzlau, Gifhorn, Löhne, Hofheim-Wallau, Zweibrücken, Neuhof-Hauswurz, Beilstein, Albstadt-Ebingen, Offenburg, Starnberg und Kalbach verfügbar.

Für die Netzbetreiber ist Vectoring eine kostengünstige Alternative zur Glasfaser-Technologie. Da auf der letzten Meile zum Hausanschluss des Kunden weiterhin die Telefonleitung zum Einsatz kommen kann, entfallen teure Bauarbeiten für die Verlegung von Glasfaserkabel.

Die Telekom wird ihr Vectoring-Angebot für Einsteiger zum Preis von monatlich 34,95 Euro anbieten. Das Angebot gilt für die ersten sechs Monate, danach steigt der Preis auf 44,95 Euro. Bestandskunden bekommen Vectoring für 5 Euro im Monat zusätzlich.

Bis zum Jahresende sollen in 82 Ortsnetzen 1,4 Millionen Haushalte erreicht werden. Darüber, welche Regionen als nächstes erschlossen werden, liegen bisher allerdings keine Informationen vor.

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