Weniger Malware und Phishing

Telekom - Rechnung Online bekommt neue Sicherheits-Features

Wer den Dienst Rechnung Online der Telekom nutzt, kann sich auf Änderungen einstellen, die der Sicherheit vor Malware und Phishing dienen sollen.

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Die Telekom erhöht die Sicherheit beim Versand elektronischer Rechnungen.

Die Telekom kündigt neue Sicherheitsmerkmale für ihr Online-Rechnungssystem "Rechnung Online" an. Drei Veränderungen sollen sicherstellen, dass Nutzer weniger gefährdet vor Malware und einem niedrigeren Risiko von Phishing-Angriffen ausgesetzt sind. Die Telekom wird in E-Mails künftig sowohl im Betreff als auch im Fließtext der E-Mail verstärkter private Daten verwenden. Neben persönlicher Anrede und der Buchungskontonummer kommen künftig auch zusätzliche Angaben zur Adresse ins Schreiben - etwa Straße und Hausnummer.

Mit der direkteren Anrede möchte die Telekom deutlicher machen, dass ihre E-Mails seriösen Ursprungs sind und den Nutzer für tatsächlich bestellte und erbrachte Leistungen zur Kasse bitten. Viele gefälschte Telekom-Rechnungen fallen schon dadurch auf, dass der vermeintliche Adressat für die Fake-Rechnung nicht beim Namen genannt wird. Stattdessen belassen es Cyberkriminelle bei generischen Codes, die der Durchschnittsnutzer erst einmal nicht entschlüsseln kann. Ein Design ähnlich dem Telekom-Look führt dann in der Regel dazu, dass das potenzielle Opfer Vertrauen fasst und vermeintliche Schuldbeträge bezahlt.

Lesetipp: 10 Sicherheitsregeln gegen Hacker, Phishing & Co.

Doch das ist nicht alles. Als zweite Änderung kündigt die Telekom ein neues E-Mail-Siegel an, dass eine zweifelsfreie Authentifikation des Absenders möglich machen soll. Ein blaues "@"-Zeichen mit einem Haken soll dafür eingeblendet werden. Das soll im Browser, in den E-Mail-Apps der Telekom und auf Webportalen diverser E-Mail-Provider funktionieren. Mail-Programme wie etwa Outlook oder Thunderbird sollen das Siegel nicht unterstützen.

Phishing, Werbung und Hoaxes: In der Bildergalerie zeigen wir besonders dreiste Spam-Mails, bei denen Sie unbedingt vorsichtig sein sollten.

Als drittes Feature für mehr Sicherheit nennt die Telekom eine unsichtbare Signatur. E-Mail-Provider lesen diese beim Versand aus und können so feststellen, ob es sich bei der jeweiligen E-Mail um schädlichen Spam oder um eine echte Rechnung handelt. Als Datum für den Startschuss der Features gilt der 20. Februar. Wer nicht damit einverstanden ist, dass Adressdaten schon im Betreff landen, kann nachträgliche Änderungen in seinem Kundenkonto unter "Rechnung Online" vornehmen.

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Spam-Mails sind lästig und gefährlich
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