Tarex

NSA schleust Insider in deutsche IT-Firmen ein

Die NSA hat Insider in IT-Firmen in Deutschland, China und Südkorea eingeschleust. The Intercept berichtet vom Tarex-Programm und beruft sich Snowden-Dokumente.

Spionierendes Auge durchleuchtet Daten

© Archiv

Spionierendes Auge durchleuchtet Daten

Target Exploration (Tarex): Mitarbeiter der National Security Agency (NSA) sollen gezielt Netzwerke und Geräte sabotiert und für die Zwecke des US-Geheimdienstes präpariert haben. Von dem Tarex genannten Programm waren IT-Firmen in Deutschland sowie China und Südkorea betroffen. Das berichtet The Intercept und beruft sich auf Unterlagen von Edward Snowden.

Seit Mai ist bereits bekannt, dass die NSA bei US-Firmen in die Lieferkette eingegriffen und in die von dort versandte Hardware ohne Wissen des Herstellers Hintertüren eingebaut hat. Neu ist jedoch, dass die NSA vergleichbare Aktionen auch bei ausländischen Firmen durchgeführt hat.

Den Unterlagen zufolge gehörte das mit Tarex betraute Personal unter anderem zu den US-Botschaften in den jeweiligen Ländern. Außerdem habe die NSA eigene Mitarbeiter in Technikfirmen eingeschleust. Sie hatten die Aufgabe, heimlich die Informationen zu beschaffen, die ein Unternehmen nicht freiwillig herausgeben will. Der Umfang der Aktionen sei bisher allerdings unklar.

Dem Bericht zufolge soll Tarex bereits seit Jahrzehnten existieren und zu den "Kerngeheimnissen" der NSA gehören. Die Details des Programmes seien laut einem Diagramm von 2004 bisher nur wenigen Personen außerhalb der USA zugänglich. Demnach befürchtet die NSA, dass die Details die Beziehungen der USA zu ausländischen Regierungen gefährden und zudem die Möglichkeiten des Geheimdienstes zur Cyberspionage einschränken könnten.

Mehr zum Thema Sicherheit

Cloud Computing nach dem NSA-Skandal

Ebay
Mailbox.org-Logo
Business-Alternative für Office 365 & Google Apps