Tablet-Konkurrenz

E-Book-Reader überschreiten Zenit - Markt schrumpft 2012 um 36 Prozent

Der Boom um Tablets wie das iPad fordert seine Opfer. Der E-Book-Reader-Markt schrumpft laut Marktforschern im Jahr 2012 um 36 Prozent. Nach dem rasanten Wachstum kommt wohl wegen den fähigeren Tablet-PCs der tiefe Fall.

Tablets kannibalisieren E-Book-Reader. Die Absätze der reinen Lesegeräte fallen 2012 um 36 Prozent.

© Sony

Tablets kannibalisieren E-Book-Reader. Die Absätze der reinen Lesegeräte fallen 2012 um 36 Prozent.

Tablets wie iPad, Samsung Galaxy Tab, Google Nexus & Co. boomen und kannibalisieren somit den Markt der einst rapide wachsenden E-Book-Reader. Das Marktforschungsunternehmen IHS iSuppli hat die Ergebnisse einer Studie veröffentlicht, wonach der weltweite Absatz für Lesegeräte elektronischer Bücher im Jahr 2012 um 36 Prozent schrumpft. Wurden 2011 noch 23,2 Millionen Geräte verkauft, sind es bis Ende dieses Jahres voraussichtlich nur noch 14,9 Millionen Einheiten. Bis Ende 2013 soll der globale Markt um weitere 27 Prozent auf 10,9 Millionen Verkäufe einbrechen, bevor es bis 2016 nur noch 7,1 Millionen E-Reader seien: rund ein Drittel des Höchstwertes von 2011, rechnet iSuppli vor.

2006 hätte laut iSuppli noch kein Nutzer von E-Book-Readern gehört. Innerhalb von zwei Jahren - von 2008 bis 2010 - stieg der weltweite Absatz von einer auf zehn Millionen verkauften Einheiten. 2011 war das Maximum - der Zenit - erreicht. Das in diesem Maße hochrasante Wachstum und der jetzt wohl ebenso schnell eintretende Abstieg seien selbst in der Unterhaltungselektronikbranche neu, sagt iSuppli. Die Erkenntnis der Marktforscher: Geräte, die nur eine primäre Aufgabe haben - bei den E-Readern das Öffnen und Anzeigen von E-Books -, würden ohne Wenn und Aber von ihren Multifunktions-Äquivalenten ersetzt. In diesem Fall: den Tablets.

Bei E-Readern tritt die negative Entwicklung besonders schnell ein. Geräte mit nur einem Hauptzweck wie etwa MP3-Player, Digitalkameras oder GPS-Navigationsgeräte werden es künftig ebenso schwer haben. Nur würden diese nicht so schnell verschwinden wie schon bald die E-Book-Reader. Die Nutzer können auf den Tablets ebenso E-Books öffnen. Zusätzlich erlauben Tablet-PCs jedoch das Ausführen vielfältiger Apps und Aufgaben wie etwa Musikdienste, Video, Internet & Co.

Im Gegensatz zu E-Book-Readern erfreuen sich Tablets entsprechend auf der ganzen Welt einer großen Beliebtheit. Weltweite Tablet-Verkäufe steigen laut iSuppli in diesem Jahr auf 120 Millionen Einheiten. Bis 2016 soll diese Zahl auf bis zu 340 Millionen Stück anwachsen. Faktoren wie vielfältige Gerätetypen für alle Preisklassen, Größen und mehr würden diese Entwicklung begünstigen. Die Meldung zur iSuppli-Studie zu Tablets und E-Book-Readern finden Sie hier.

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