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Microsoft Surface Pro im Test Meinungen zum Windows-8-Tablet gehen weit auseinander

Die ersten Tests zum Surface Pro, Microsofts vollwertigem Windows-8-Pro-Tablet, sind da. Die Tester sind sich jedoch nur beim Akku einig: Er sei „erbärmlich“ schwach. Die Meinungen reichen von „zu teuer und klobig“ über „schlechter Kompromiss aus PC und Tablet“ bis zu „Wiederauferstehung des PCs“.
Surface Pro im Test: Die ersten Online-Tests zum Windows-8-Pro-Tablet von Microsoft sind da. © Microsoft
Surface Pro im Test: Die ersten Online-Tests zum Windows-8-Pro-Tablet von Microsoft sind da.

Zum Surface Pro sind die ersten Tests online verfügbar, und die Meinungen gehen weit auseinander. Das Tablet von Microsoft wird mit Spannung erwartet: Es kommt mit vollwertigem Windows 8 Pro und klassischer PC-Hardware. Bereits abzusehen war, dass der Akku bei einem Intel-Core-i5-Prozessor mit vier Kernen wohl nicht lange durchhalten wird. In diesem Punkt sind sich die Tester einig. Die Akkulaufzeit liege laut „The Verge“ etwa gerade einmal bei vier Stunden.

Das liegt übrigens eine ganze Stunde unter den Mindestvoraussetzungen für Ultrabooks (mindestens fünf, besser mehr als sieben Stunden), die Intel festgelegt hat. Das Design des Surface Pro entspreche laut diversen Testern grundlegend dem des Surface RT. Das Surface Pro fühle sich jedoch etwas klobiger an und sei deutlich schwerer. Für Walt Mossberg vom „Wall Street Journal “ heißt das: zu schwer für ein Tablet, aber ein Laptop-Leichtgewicht. Der Preis von bis zu 1.000 Euro für die 128-GB-Version ist auch ein Punkt für Kritik: schlichtweg zu teuer.

David Pierce von „The Verge“ fragt sich indes, für wen das Surface Pro geschaffen sein soll. Als Kompromiss zwischen Laptop und Tablet werde das Surface Pro keiner Produktgattung gerecht. Es sei dafür gedacht, den Nutzer mehr Freiheit zu schenken, stattdessen fühle sich das Microsoft-Tablet einschränkend an. Die 16:9-Auflösung mache die Eignung als Tablet zudem zunichte: Das Gerät sei zu groß, klobig und zu abhängig vom Stromanschluss.

John Biggs von „TechCrunch“ glaubt hingegen, dass das Surface Pro beweise, dass der PC im Konkurrenzkampf mit Tablets wiederauferstehe. Nach „Jahrzehnten“ mit verschiedenem OEM-Müll sowie Geräte-Designs wie „aus dem Hinterzimmer eines schäbigen Geschäfts für Bürobedarf“, sei das Surface Pro eine Wohltat. Es sei so gut, dass es Windows 8 deutlich nach vorne bringen könnte. Das Surface Pro zumindest sei laut TechCrunch die richtige Hardware dafür.

Anand Lal Shimpi von "AnandTech" bewertet das Microsoft-Gerät noch eine Spur positiver als „TechCrunch“. Das Surface Pro sei das erste Tablet mit genügend Potenzial, um ein bisheriges Tablet, ein Notebook oder einen PC in Gänze zu ersetzen: sofern der Nutzer das will. Es gebe keine Kompromisse, keine neue App-Welt oder ähnliches. Einziger Makel sei lediglich der Preis. Das Surface Pro sei laut dem genannten Autor lediglich dann sinnvoll, wenn man bereit ist, weitere 120 bis 130 US-Dollar für das Eingabe-Zubehör Touch Cover beziehungsweise Type Cover auszugeben.

Der Großteil der bisherigen Tester sieht im Surface Pro jedoch einen eher mäßigen Kompromiss aus Tablet und klassischem Computer. Es sei größer sowie sperriger als gewöhnliche Tablets und die Akkulaufzeit sei nicht konkurrenzfähig. Als Laptop-Ersatz wiederum sei der Bildschirm zu klein und es fehle eine vernünftige Maussteuerung. Das Surface Pro sei lediglich für eine Minderheit interessant, die bis zu 1.000 US-Dollar beziehungsweise Euro (Microsoft wird die Beträge wohl 1:1 übernehmen) für eine potente Rechenmaschine in einem zu Laptops vergleichsweise kompakten Gehäuse ausgeben will. Das Surface Pro erscheint am 9. Februar 2013 in den USA. Der Deutschland-Termin steht noch noch nicht fest.

 
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