Mordsspaß in Schottland

Street View Axt-Mord nur vorgetäuscht

Ein angeblicher Mord auf Google Street View erweist sich als Täuschung. Zwei Schotten hatten beim Anblick des Google-Autos ein Gewaltverbrechen inszeniert.

Ein angeblicher Mord auf Google Street View erweist sich als Täuschung.

© Screenshot Google Street View

Ein angeblicher Mord auf Google Street View erweist sich als Täuschung.

Auf Google Street View hat man schon allerhand befremdliche Dinge zu sehen bekommen, ein Mord gehörte allerdings bisher noch nicht dazu. Und dabei bleibt es zum Glück erst einmal: Bei dem Axt-Mörder und seinem vermeintlichen Opfer, die ein Street View Nutzer vor kurzem zufällig entdeckte, handelt es sich nämlich lediglich um zwei Laien-Darsteller, die sich einen spontanen Scherz erlaubt hatten.

Davon ahnte der gelackmeierte Nutzer natürlich wenig und beschloss, die zuständigen Behörden umgehend von seiner ebenso schockierenden wie unerwarteten Entdeckung in Kenntnis zu setzen. Als die Polizei mit etwa zwei Jahren Verspätung am Tatort eintraf - die Aufnahme stammt schließlich aus dem Jahr 2012 - stand das mutmaßliche Opfer des Meuchelmörders quicklebendig vor ihnen und wies keinerlei Verletzungen auf.

Bei dem Herrn im roten Overall handelt es sich um den 31-jährigen Dan Thompson, der  seine Brötchen mit seiner Werktstatt in der Giles Street in Edinburgh verdient. Als dieser einst an einem sonnigen Nachmittag das Auto mit der Street View-Kamera in die Giles Street einbiegen sah, weihte er seinen Komplizen Gary in seinen spontanen Plan ein und bat diesen, schleunigst eine Axt aus der Garage zu holen.

Die beiden Hobby-Schauspieler handelten blitzschnell und erdachten sich ein Szenario, das sich in Sachen Einfallsreichtum von den entblößten Hinterteilen und sekundären Geschlechtsmerkmalen unterscheiden sollte, auf die man ab und zu beim Durchstöbern der dreidimensionalen Online-Weltkarte von Google stößt.

Einen Oscar werden sie durch ihre Performance zwar nicht gewinnen, doch hatten sie am Ende die Lacher eindeutig auf ihrer Seite. Denn obwohl die Polizei mit ihrem überflüssigen Einsatz wertvolle Zeit verplempert hatte, zeigte man sich mit den beiden Scherzbolden gnädig und ließ im Angesicht der allgemeinen Erleichterung Milde walten.

Tipp: Wenn sie die originelle Idee der beiden Schotten gut fanden und gerne ähnlich kuriose Aufnahmen innerhalb des Street-View-Kosmos sehen möchten, dann riskieren sie doch einen Blick auf unseren Artikel Die besten Street-View-Fails.

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