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Musikindustrie will Gratis-Streaming einschränken

Universal Music will die Gratisversion des Streaming-Dienstes Spotify erheblich einschränken und die Nutzungszeit begrenzen.

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Das Plattenlabel Universal Music fordert Einschränkungen bei Spotify.

Das Plattenlabel Universal Music verlangt nach Einschränkungen beim Gratis-Streaming via Spotify. Derzeit befindet sich der Musikriese in Vertragsverhandlungen mit dem Streaming-Dienst und fordert ein neues Konzept, das mehr Kostenlos-Nutzer zu den kostenpflichtigen Angeboten führt.

Bislang finanzierte Spotify die Gratis-Version über Werbeeinblendungen, doch laut Universal könne ein werbegestützter Musik-Player weder Künstler noch Investoren langfristig zufriedenstellen. Das Musiklabel weist außerdem darauf hin, dass die Gratismusik bei Spotify die Downloads bei iTunes und anderen Anbietern reduziere. Universal fordert daher, die Nutzungszeit des kostenlosen Angebots zu begrenzen.

Jonathan Forster, Chef der Region Nordics bei Spotify entgegnet jedoch in einem Interview mit der Financial Times, dass kostenpflichtige Angebote nicht ohne kostenlose Dienste funktionieren würden. Die Gratisversion unterliegt zudem bereits diversen Einschränkungen: So können einzelne Songs nicht gezielt ausgewählt und nur eine begrenzte Anzahl von Titeln übersprungen werden.  Eine Einschränkung der Nutzungszeit führe laut Spotify nur dazu, dass weniger Nutzer zu kostenpflichtigen Angeboten wechseln und illegale Downloads stärker würden.

Neben Universal Music fordern auch andere große Plattenlabels wie Sony Music und Warner Musik eine stärkere Trennung zwischen dem kostenlosen und dem kostenpflichtigen Angebot. Neben zeitlichen Begrenzungen wären Einschränkungen des Katalogs für nicht-zahlende Nutzer möglich. Vorerst will Spotify an seiner Freemium-Strategie festhalten. Der Streaming-Dienst zählt aktuell rund 60 Millionen Nutzer, von denen jeder Vierte kostenpflichtige Angebote in Anspruch nimmt.

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