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Flugzeugabsturz Spekulationen: War Malware die Unglücksursache für Flugzeugabsturz?

Die vorläufigen Untersuchungsergebnisse zu einem Flugzeugabsturz vor zwei Jahren in Spanien legen den Schluss nahe, dass Trojanische Pferde in einem Computersystem die Entdeckung von Wartungsmängeln verhindert haben könnten. Dadurch stürzte die Maschine der SpanAir kurz nach dem Start ab.

Die Untersuchungskommission zum Absturz des Fluges SpanAir JK5022 von Madrid nach Gran Canaria im August 2008 hält es laut einem internen Bericht, der in Teilen an die Medien gelangt ist, für möglich, dass Malware zu dem Unglück beigetragen hat. An Bord der McDonnell Douglas MD-82 befanden sich 172 Personen, von denen nur 18 überlebt haben.

Das Computer-System in der SpanAir-Zentrale in Palma de Mallorca hatte laut einem Bericht der spanischen Zeitung El Pais vor dem Start technische Defekte an der Maschine registriert. Sie hätte eigentlich gar nicht starten dürfen. Doch der Diagnose-Computer hat die entdeckten Mängel offenbar nicht angezeigt. Es wurde festgestellt, dass der Rechner mit Trojanischen Pferden verseucht war. Diese könnten, so Spekulationen, die Anzeige der Defekte verhindert und somit zum Absturz beigetragen haben.

Allerdings hätten die Piloten vor dem Start bemerken müssen, dass einige Klappen an den Tragflächen nicht funktionierten. Sie beließen sie jedoch in Positionen, die nicht für den Start des Flugzeugs empfohlen sind. Die Piloten hatten das routinemäßige Abarbeiten der Check-Liste zunächst unterbrochen und später fortgesetzt - und dabei offenbar einen Teil der Prüfpunkte übersprungen.

Der Abschlussbericht der Untersuchungskommission wird nicht vor Dezember erwartet. Möglicherweise wird dann etwas mehr Licht auf die Rolle fallen, die Malware bei dem Unglück gespielt hat - sofern dies der Fall war.

 
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