Facebook-Spammer

Spamford Wallace stellt sich der Polizei

Der seit vielen Jahren notorische Spammer Sanford "Spamford" Wallace hat sich in Kalifornien der US-Bundespolizei FBI gestellt. Den auch als "Spam-King" bekannten Wallace erwartet wahrscheinlich eine mehrjährige Haftstrafe.

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© Archiv

Bereits in den späten 1990er Jahren wurde Sanford Wallace mit dem Spitznamen "Spamford" bedacht. Damals war der selbst ernannte "Spam-King" Kopf eines Spam-Unternehmens namens "Cyber Promotions", die lange vor der Zeit der Botnetze etliche Millionen Spam-Mails pro Tag verschickte. Bereits zuvor hatte Wallace unerwünschte Werbefaxe verschickt. Er blieb lange unbehelligt.

Im Jahr 2008 wurde Sanford Wallace jedoch wegen seiner Spam-Aktivitäten bei Myspace zu einem Schadenersatz von mehr als 100 Millionen Euro verurteilt. 2009 wurde er auf Betreiben von Facebook zu Schadenersatz in Höhe von etwa 500 Millionen Euro verurteilt und tauchte unter. Wallace soll bis zu 500.000 Facebook-Konten missbraucht haben, um mehr als 27 Millionen Spam-Nachrichten zu verbreiten.Wie Sam O'Rourke, Jurist der Facebook-Rechtsabteilung, im Blog des Unternehmens berichtet, hat sich Sanford Wallace in der letzten Woche dem Ermittlungsdruck der Behörden gebeugt und sich im kalifornischen San Jose der Polizei gestellt. Gegen ihn ist eine Klage erhoben worden, die ihm unter anderem Online-Betrug vorwirft. Das könnte im Fall einer Verurteilung zu einer Haftstrafe führen, zumal er die gegen ihn verhängten Schadenersatzzahlungen nie geleistet hat.

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