Testkäufer gesucht

Spam-Welle mit illegalen Job-Angeboten

Derzeit werden massenhaft Spam-Mails verschickt, in denen vorgeblich Testkäufer gesucht werden. Die Versender locken mit lukrativer Entlohnung und Firmenwagen bei wenig Zeitaufwand. Letztlich suchen sie jedoch nur Geldwäscher für die Online-Kriminalität.

Spam-Welle mit illegalen Job-Angeboten

© Frank Ziemann

Spam-Welle mit illegalen Job-Angeboten

Online-Kriminelle brauchen ständig Nachschub an Geldwäschern, da die angeworbenen Mittäter meist schnell erwischt und aus dem Verkehr gezogen werden. So gibt es eine Grundlast an Spam-Mails mit Job-Angeboten. Doch derzeit scheint der Bedarf besonders hoch zu sein, denn das Berliner Sicherheitsunternehmen eleven meldet einen starken Anstieg solcher Spam-Mails. Frank Rickert berichtet im eleven Security Blog, dass die beobachtete Zahl derartiger Mails seit Mitte April stark zunimmt. Der Anteil am Spam-Aufkommen beträgt zeitweilig bis zu zehn Prozent. Inzwischen haben sich auch die Inhalte ein wenig verändert. Waren es zunächst nur diffuse Angebote für Nebenjobs, werden jetzt vorgeblich Testkäufer gesucht. In den Mails heißt es: "Machen Sie Ihr Hobby zum Beruf".Die Mails enthalten kaum noch sprachliche Fehler und verheißen Arbeitsbedingungen, die geradezu traumhaft sind. Ab 2000 Euro aufwärts soll man im Monat verdienen, sogar einen Firmenwagen bekommen. Die angebotenen Stellen seien als Zweitjobs oder auch für Rentner geeignet. Auch auf Stellenportalen im Internet sind ähnliche Anzeigen aufgetaucht.Die angeworbenen Testkäufer sollen in Online-Shops und bei eBay einkaufen. Die Käufe werden aus Paypal- und Bankkonten bezahlt, deren Zugangsdaten aus Phishing-Kampagnen stammen. Auch der Bezahldienst Ukash, der bereits bei Ransomware-Angriffen missbraucht wurde, kommt dabei wieder ins Spiel. Der Betreiber warnt auf seiner Website vor betrügerischen Machenschaften.Letzten Endes geht es den Online-Kriminellen nur darum, Gelder aus gehackten Bankkonten und gestohlenen Kreditkartendaten zu waschen, also die Spuren zu verwischen, die zu den Tätern führen könnten. wer sich auf solche Jobangebote einlässt, macht sich strafbar und muss zudem mit Regressforderungen der Banken rechnen.

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