Lastspitze

Der Spam-reichste Tag seit 2011

Das Spam-Aufkommen in Deutschland stieg am 25. Juni auf den höchsten Wert seit 2011. Im Rest der Welt war an diesem Tag kein nennenswerter Anstieg zu verzeichnen.

Der 25. Juni war ein Spitzentag - für Spammer.

© Eleven

Der 25. Juni war ein Spitzentag - für Spammer.

Bei unerwünschten Werbe-Mails (Spam) hält der Trend zur Lokalisierung an. Spam wird immer mehr speziell auf eine Region und Sprache abgestimmt. Dies illustriert eine Beobachtung des Berliner Sicherheitsunternehmens Eleven. Die auf Spam-Filterung spezialisierte Commtouch-Tochter hat am 25. Juni den höchsten Anstieg des Spam-Aufkommens in Deutschland seit November 2011 registriert, während es im Rest der Welt stabil blieb.

Sascha Krieger berichtet im Eleven Security Blog über eine Spam-Welle, die am 25. Juni zu einem Anstieg des Spam-Volumens auf den dreifachen Wert führte. Das Spam-Aufkommen stieg binnen 24 Stunden stark an und lag dann um 276 Prozent über dem Monatsdurchschnitt für Juni und 311 Prozent über dem bisherigen Jahresdurchschnitt. Der Anteil der Spam-Mails am gesamten Mail-Verkehr lag dadurch bei 90,1 Prozent, während es im Juni durchschnittlich 79,2 Prozent waren.

Verursacht wurde dieser starke Anstieg durch eine nicht einmal acht Stunden andauernde Welle mit Casino-Spam. Reine Text-Mails enthielten je zwei Links zu Online-Casinos, zum Beispiel "Ruby Palace". Hauptsächlich kamen die Mails aus Polen, der Türkei und Italien. Neben dem Trend zur Spam-Lokalisierung zeigt dieses Beispiel auch, dass eine einzige Spam-Welle das Spam-Aufkommen in sehr kurzer Zeit vervielfachen kann.

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