Spam in 2013

Jede zehnte Malware-Mail landet in Deutschland

2013 sind elf Prozent des weltweit verschickten, schädlichen Spams in deutschen Mail-Konten aufgeschlagen. Damit rangiert Deutschland hinter den USA auf 2.

SPam 2013: In Deutschland landet jede zehnte Spam-Mail der Welt.

© Kaspersky Lab

SPam 2013: In Deutschland landet jede zehnte Spam-Mail der Welt.

Auch das Moskauer Sicherheitsunternehmen Kaspersky Lab beobachtet eine Abnahme des weltweiten Spam-Aufkommens. Der Spam-Anteil am gesamten Mail-Aufkommen ist unter 70 Prozent gesunken. Technische und juristische Maßnahmen gegen Spammer zeigen Wirkung und die Geschäftsmodelle der kriminellen Werber funktionieren nicht mehr so gut wie früher. Legale Online-Werbung ist für viele attraktiver als ungezielter Spam. Allerdings ist Malware-Spam nach wie vor ein Problem, denn vor allem am Tag des Versands ist die Erkennung der Schädlinge durch Antivirus-Software eher dürftig.

Die per Mail verbreitete Malware zielt zunehmend auf den Diebstahl vertraulicher Informationen, etwa Anmeldedaten für Mail-Accounts oder das Online-Banking. Das ist laut dem Kaspersky Lab Spam-Bericht seit drei Jahren der häufigste Zweck solcher Schädlinge. Zudem geraten vermehrt Zugangsdaten für soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter ins Visier der Online-Kriminalität. Nahezu jeder dritte Phishing-Angriff (32 Prozent) richtet sich gegen soziale Netzwerke.

Die drei Länder, in denen 2013 weltweit die meisten Spam-Mails landeten, sind die USA (12 Prozent), Deutschland (11 Prozent) und Großbritannien (acht Prozent). Bei der Spam-Herkunft ist Asien mit 55,5 Prozent Anteil führend, vor Nordamerika mit knapp 19 Prozent und Osteuropa mit über 13 Prozent. Asien hat gegenüber dem Vorjahr um etwa fünf Prozentpunkte zugelegt, Osteuropa hat seinen Anteil sogar beinahe verdoppelt. Nach Ländern führt China (23 Prozent) vor den USA (18 Prozent).

Für den Schutz des Rechners vor Malware sind regelmäßige Updates der Antivirus-Software (Tests) essentiell. Doch Kaspersky Lab warnt vor gefälschten Mails, die vorgeblich von bekannten Antivirus-Herstellern stammen. Sie enthalten Anhänge, die angeblich Antivirus-Updates sein sollen. Tatsächlich handelt es sich jedoch um Trojanische Pferde aus der Familie ZeuS/Zbot. Sie zielen auf den Diebstahl vertraulicher Informationen, vor allem Zugangsdaten fürs Online-Banking.