Heimkino

Soundbars und Sounddecks werden immer beliebter

Der Absatz von TV-Zusatzlautsprechern in Gestalt von Soundbars und -decks wächst deutlich, wie die gfu in einer Marktuntersuchung feststellt.

Soundbars im Duell

© Hersteller, Josef Bleier, Stefan Rudnick

Soundbars im Duell

TV-Schirme werden zwar immer größer, der Klang schrumpft dagegen vehement. Grund: Die dünnen Flundern machen es den Herstellern schwer, Klangvolumen zu produzieren. Hersteller, die anders konzipieren und auf guten Klang von Werk aus Wert legen, müssen daher auch stets die etwas dickeren Geräte offerieren.

Wer dies beim Kauf nicht bedacht hat, mit dem dünnen Klang seines Flat-Fernsehers allerdings nicht zufrieden ist, rüstet zunehmend auf. Dies ergibt eine Untersuchung der gfu (Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik). Danach hat der Handel im Jahr 2013 rund 390.000 Soundbars und -decks in Deutschland verkauft. Das sind um 140 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Umsatz beträgt dabei 126 Millionen Euro, was einer Steigerung von 85 Prozent entspricht.

Praxis: Diese Soundbar-Varianten gibt es

Die meisten Modelle besitzen eingebaute Verstärker, arbeiten also aktiv. Das ermöglicht den direkten Anschluss von Zuspielern, zum Beispiel Blu-ray- oder DVD-Player. Viele Soundbars haben deshalb HDMI-Anschlüsse, die unkomplizierte Digitalverbindungen zwischen Lautsprecher, Zuspielgeräten und dem Fernseher erlauben. Besonders kräftige Basswiedergabe versprechen Soundbar-Systeme, die den Schallriegel unter dem Fernseher um einen Subwoofer für die tiefen Töne ergänzen (2.1-Systeme). Die Soundbar gibt dann die beiden Stereokanäle wieder, der Subwoofer verarbeitet die Bässe. Die Tieftoneinheit muss nicht unmittelbar in der Nähe des Bildschirms stehen; sie lässt sich zum Beispiel auch unauffällig in einem Regal unterbringen.

Nahezu alle Soundbar-Systeme bereiten die Mehrkanal-Tonspuren von Filmen auf DVDs, Blu-ray-Discs oder aus dem Fernsehprogramm zu virtuellem Surround-Sound auf. Das funktioniert nach unterschiedlichen Verfahren: Die meisten Geräte erzeugen den Rundum-Klang, indem die eingebaute Elektronik versucht, den Klang eines echten Mehrkanal-Lautsprechersystems durch Schallverzögerungen nachzubilden. Es gibt aber auch Soundbars, die mit "echten" Raumakustikmitteln arbeiten. Als "Soundprojektoren" richten sie den Ton der hinteren Surround-Kanäle gegen die Seitenwände des Raumes und wollen damit Reflexionen herbeiführen, die dem Hörer den Eindruck zusätzlicher Effektboxen vermitteln.

Kaufberatung: Die besten Soundbars

Soundbars und -decks werden auch als Kompaktanlagen angeboten. In diesem Fall steckt im Gehäuse ein eingebauter Blu-ray-Player. Andere Ausstattungsvarianten greifen den Trend zur drahtlosen Musikübertragung auf: Eingebaute Bluetooth-Module können zum Beispiel Musik vom Smartphone oder vom Tablet-PC empfangen. Oder eine WLAN-Antenne sorgt für den Tontransfer über das Heimnetzwerk.

Die gfu hat noch einen weiteren Trend entdeckt. Danach beginnen sich auch "Soundbase-Systeme" zu etablieren. Diese Sounddecks haben flache, nur wenige Zentimeter hohe Gehäuse, die sich unter dem Fuß des Fernsehgeräts installieren lassen und somit besonders wenig Platz beanspruchen. Auch Soundbase-Lautsprecher können virtuellen Mehrkanalton wiedergeben. Tieftöner stecken in der Regel im Gehäuse.

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