NSA-Skandal

Snowden erhält Aufenthaltsgenehmigung für Russland

Der Whistleblower Edward Snowden hat eine dreijährige Aufenthaltsgenehmigung in Russland bekommen. Jetzt darf er sich dort weitgehend frei bewegen.

Snowden, NSA-Skandal, Whistle-Blower

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Erst letztes Jahr hat der ehemalige Mitarbeiter im US-Geheimdienst Edward Snowden verschiedene Asylanträge gestellt und nahm schließlich das russische Angebot an. Seine Aufenthaltsgenehmigung für Russland lief aber Ende Juli aus. Nun hat ihm Russland eine neue Genehmigung für drei Jahre erteilt. Das gab Snowdens Anwalt Anatoli Kutscherena am Donnerstag in Moskau bekannt.

Obwohl der Whistleblower vor einem Jahr noch davon sprach, in Südamerika Asyl zu suchen, bleibt er also vorerst in Russland. Sein genauer Aufenthaltsort ist unbekannt. Mit der jetzigen Aufenthaltsgenehmigung könne er sich im Land frei bewegen und dürfte sogar für maximal drei Monate ins Ausland reisen. Das zeitweilige Asyl hätte dagegen eine jährliche Verlängerung nötig gemacht. Nach einem fünfjährigen Aufenthalt könnte er nach russischem Recht die Staatsbürgerschaft beantragen.

Snowden offenbarte geheime Informationen des US-Geheimdienstes NSA und war ausschlaggebend im bisher größten Skandal um Abhörung und Datenschutz. Seither wird er per Haftbefehl wegen Spionage von den USA gesucht. Diese forderten wiederholt die Auslieferung des 31-Jährigen.

In Russland führe er gegenwärtig ein ruhiges Leben. Er ginge zur Arbeit und würde sich zusätzlich durch Spenden, die auf seinem Konto eingingen, finanzieren, so sein Anwalt. Außerdem bemühe er sich darum, russisch zu lernen. Das russische Asylangebot erhielt er nur unter der Bedingung, sich keiner weiteren Spionagedelikte schuldig zu machen.

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