Messenger-Schädling

Skype-Malware generiert Bitcoins

Ein neuer Schädling nutzt Microsofts Instant Messenger Skype als Verbreitungsweg. Er nutzt den Prozessor infizierter Rechner, um Bitcoins zu generieren, eine digitale Währung.

Malware: Cyberkriminelle nutzen Skype, um Bitcoins zu generieren.

© Kaspersky Labs

Malware: Cyberkriminelle nutzen Skype, um Bitcoins zu generieren.

Kaum hat die Online-Währung Bitcoin nach langem Anlauf etwas Fahrt aufgenommen, rückt sie schon in den Fokus der Online-Kriminalität. In der letzten Woche gab es Angriffe auf Dienstleister, die Bitcoin unterstützen. Nun meldet der russische Antivirushersteller Kaspersky Lab, dass sich ein Schädling namens "Trojan.Win32.Jorik.IRCbot.xkt" über Skype (Download) verbreitet und auf verseuchten Rechnern Bitcoin-Mining betreibt.

Es ist bereits die zweite nennenswerte Malware-Kampagne via Skype in diesem Monat. Der neu entdeckte Schädling nutzt gekaperte oder eigens erstellte Skype-Konten, über die er einen Download-Link sendet. Als Vorwand dient ein Text wie "das ist mein Lieblingsbild von dir", der Link führt zu einem Server in Indien. Ist der Schädling installiert, lädt er weitere Programme vom 1-Klick-Hoster Hotfile herunter. Außerdem nimmt er Kontakt zu einem in Deutschland stehenden Server auf.

Unter der nachgeladenen Malware ist auch ein Programm für das Bitcoin-Mining. Diese Online-Währung basiert unter anderem auf der Vermehrung durch rechenintensive Algorithmen. Ist die CPU eines PC stark ausgelastet, obwohl scheinbar keine Programme laufen, die dafür verantwortlich sein könnten, kann dies ein Hinweis sein, dass gerade virtuelles Geld erzeugt wird. Die Kaspersky-Mitteilung finden Sie hier.

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