Sicherheit

Skype-Hack kann IP-Adressen verraten

Für Skype, die VoIP-Software des Unternehmens Microsoft mit Instant-Messaging-Funktion, Dateiübertragung und Videotelefonie, kursiert derzeit ein Exploit, der es erlaubt, externe und interne IPs des Gegenübers zu erspähen. Benötigt wird lediglich eine gehackte Version der Software.

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© Skype

Das Verfahren ist leider relativ einfach: Man lädt eine gehackte Version der Entwicklungssoftware SkypeKit herunter und ändert ein paar Registry-Keys. Dann trägt man einen Skype-Kontaktnamen ein. Die IP-Adressen werden angezeigt, wenn man auf die Nutzer-Info-Karte geht. Es muss also kein direkter Kontakt zum Nutzer bestehen, dieser muss lediglich zum entsprechenden Zeitpunkt online sein. Der Nutzer bekommt von dem Diebstahl nichts mit.Die erbeuteten Daten entlarven Land, Stadt und ISP des Nutzers. Sie können auch zum Einbruch in den Rechner einer bestimmten Person genutzt werden.Microsofts Adrian Asher, Direktor für die Produktsicherheit bei Skype hat mittlerweile die Lücke bestätigt und gesagt, dies sei ein bekanntes Problem aller Peer-to-Peer Software-Lösungen. An einer Lösung des Problems werde gearbeitet.