Menü

Mit welchen Geschäftsstrategien sich Skype auf den Börsengang vorbereitet Skype: Auto-Navis und Haushaltsgeräte als Plattform denkbar

Der Mobiltelefon-Hersteller Skype soll bis zur ersten Jahreshälfte 2010 an die Börse. An Selbstbewusstsein fehlt es der eBay-Tochter nicht. Skype-Unterhaltungen sollen über möglichst viele mobile Plattformen stattfinden, gab das Unternehmen am Dienstag bekannt. Auch Navigations- und Haushaltsgeräte schließt das Unternehmen nicht aus, wie ein Chart beweist.
Skype im Auto © Ulrich Klein
Der Software-Hersteller Skype will seine Kommunikationslösung auch in Autos zum Laufen bringen.

Einen ernsthaften Beweis erbrachte Skype am Dienstag, als es verkündete, auch Nutzern von Blackberry-Geräten eine passende Software für deren Geräte anzubieten. Eine Testversion werde voraussichtlich noch im Laufe dieses Jahres verfügbar sein, sagte der für den Mobilfunk zuständige Manager Dan Horner am Dienstagabend in München (magnus.de berichtete). Eine große Verbreitung seiner Produkte kann Skype gut gebrauchen. Laut der Muttergesellschaft eBay soll Skype bis zur ersten Jahreshälfte 1020 an der Börse gelistet sein, verkündete das Online-Auktionshaus Mitte April. "Skype ist ein großartges Geschäftsmodell, das auf eigenen Füßen stehen kann.", lobte eBay-Chef John Donahoe das Tochterunternehmen. Skype verfüge über ein starkes Fundament und schnelle Eigendynamik.

Die Geschäftsstrategie von Skype

Strategisch baut Skype auf eine Vier-Säulen-Strategie: "Wir konzentrieren uns auf die folgenden Bereiche: 1. Benutzerfreundlichkeit und Qualität von Skype weiter verbessern. 2. Die Skype-Software auf mobile Endgeräte bringen. 3. Die Nutzung von Skype in Unternehmen voranzutreiben. 4. Drittanbieter dabei unterstützen, auf der Skype-Softwareplattform Erweiterungen und Innovationen bereitzustellen", verrät Sahel im Video-Interview.

"Skype ist ein wachsendes und profitables Unternehmen", versichert der Skype-Manager im Interview. Im vergangenen Jahr habe Skype 560 Millionen US-Dollar umgesetzt und im ersten Quartal 2009 habe es weltweit 443 Millionen registrierte Skype-Anwender gegeben. Kostenlose Anrufe und Videoanrufe von Skype zu Skype werde es auch weiterhin geben. Gleichzeitig werde Skype auch die Bezahlangebote weiter ausbauen, die für Umsatz sorgen.

Der Mobilfunk-Trend aus Skype-Sicht

Auf die Frage, welchen Trend Skype die nächsten Jahre im mobilen Kommunikationsmarkt erwarte, antwortet Sahle salamonisch: "Ich bin nicht in der Position, um über die Zukunft zu spekulieren." Skype sehe jedoch eines ganz deutlich: Mehr und mehr Verbraucher würden das mobile Internet nutzen wollen. Verbraucher würden ihre Endgeräte vielfältiger einsetzen wollen "und sehen diese weniger als Telefon sondern vielmehr als eine Art mobilen Computer", so Sahel. Doch dazu gehöre auch der ungehinderte Zugang zu den Inhalten, Diensten und Anwendungen ihrer Wahl.

 
x