Account-Sicherheitslücke behoben

Skype schließt Fehler bei der Passwort-Wiederherstellung

Skype hat am Mittwochabend bekannt gegeben, die klaffende Sicherheitslücke im Kontopasswort-Wiederherstellungsprozess behoben zu haben. Mit wenigen Mitteln war es möglich, Accounts fremder Nutzer zu kapern.

image.jpg

© Microsoft / Skype

Skype hat bekannt gegeben, die klaffende Sicherheitslücke im Kontopasswort-Wiederherstellungsprozess behoben zu haben.

Nutzer des VoIP-Dienstes Skype von Microsoft können wieder beruhigt um ihren Account sein. Wie das Online-Kommunikations-Unternehmen am gestrigen Mittwochabend (14. November 2012) bekannt gab, wurde die Sicherheitslücke im Passwort-Wiederherstellungsprozess geschlossen. Für die Wartungsarbeiten am System war es kurzerhand nötig, die Reset-Funktion für verlorengegangene Kennwörter vom Netz zu nehmen.

Solange konnten sich zwar Cyberkriminelle nicht des wohl einfachen Tricks bedienen, um Skype-Accounts fremder Nutzer zu übernehmen. Doch ehrliche Skype-User, die tatsächlich ihren Zugangscode verlegt hatten, betraf dies ebenso. Es blieb nichts anderes übrig als sich zu gedulden oder auf andere Kommunikationswege auszuweichen.

Eine russische Webseite bot in den vergangenen Wochen eine Anleitung mit Tipps, um Skype-Konten unbekannter Inhaber über das Passwort-Wiederherstellungssystem zu kapern. Dazu bedurfte es lediglich der Kenntnis über die jeweilig verknüpfte E-Mail-Adresse sowie des Abfangens eines Sicherheits-Tokens. Forderte man bis zum gestrigen Abend über die Skype-Webseite einen Passwort-Reset an, sendete der Server sowohl die zu erwartende E-Mail an den rechtmäßigen Inhaber als auch ein Token an den Client, der den Reset angefordert hatte.

Ratgeber: Die besten Windows-Sicherheitstipps

Mit dessen Hilfe und weiteren kleinen Maßnahmen konnte das Passwort zurückgesetzt, geändert und der Account im Anschluss über eine neu verknüpfte E-Mail-Adresse vollständig übernommen werden. Weiteres lesen Sie in unserer Skype-Meldung vom gestrigen Tag. Skype gehört seit Mitte 2011 zum Windows-Konzern Microsoft. Die Redmonder hatten das ehemals zu eBay gehörende Unternehmen für 8,5 Milliarden US-Dollar übernommen. Ziel ist es, Skype als zentrale Kommunikationsplattform aller Microsoft-Produkte zu etablieren.

Mehr zum Thema

image.jpg