Lehrerstreich in den USA

Gefängnisstrafe für Schüler wegen Änderung des Desktop-Bildschirms

Ein US-Schüler wanderte ins Gefängnis, weil er das Wallpaper eines Lehrers geändert hat. Welche weiteren Strafen auf den Jugendlichen warten, ist unklar.

Symbolbild: Recht

© Fotolia: fotogestoeber

Ein US-Schüler musste wegen einer Wallpaper-Änderung ins Gefängnis.

Gefängnisstrafe wegen eines Wallpapers: In den USA ist ein solcher Fall bekannt geworden, ein 14-jähriger Schüler hatte sich in den Rechner eines missliebigen Lehrers eingeloggt und den Wallpaper in ein Bild mit zwei sich küssenden Männern verändert.

Die zuständige Polizei sah den Staftatbestand der Cyberkriminalität erfüllt und steckte den Schüler kurzerhand ins Gefängnis. Mittlerweile ist er jedoch wieder in der Obhut seiner Mutter.

Die Zugangsdaten waren für den Schüler relativ leicht zugänglich: So wurden an der betroffenen Schule alle Rechner mit administrativem Zugang mit dem Nachnamen des jeweiligen Lehrers als Passwort versehen.

Die unsicheren Passwörter waren dem Schüler bereits länger bekannt, wie die US-Zeitung "Tampa Bay Times" berichtet. Zuvor nutzten er und andere Jugendliche den Lehrer-Computer bereits unautorisiert zur Aktivierung der Kameras oder zum Screen-Sharing, was für den Schüler bereits zu einem dreitägigen Schulverweis führte.

Die aktuelle, drastische Strafe wurde damit begründet, dass ein unerlaubter Zugriff auf einen Rechner erfolgte, der Fragen zum Florida Comprehensive Assessement Test (FCAT) enthielt. Dieser Test dient zur Bewertung von öffentlichen Schulen. Bessere Resultate der Schüler beim FCAT bringen der Schule eine bessere Finanzierung durch den Staat ein.

Der Schüler, der eigenen Angaben zufolge gar nicht erst versucht hatte, sich Zugriff auf die FCAT-Fragen zu verschaffen, wartet nun zuhause auf das Strafmaß.

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