Illegales Stream-Portal kino.to wieder online

Schnelles Comeback von kino.to unter neuem Namen: kinox.to

Erst vor wenigen Wochen nahmen die Behörden das illegale Videostreaming-Portal kino.to hoch. Nun ist die Seite zurück - unter neuem Namen kinox.to, aber mit nahezu derselben Aufmachung wie das für Millionen Nutzer bekannte Portal. Auf der Startseite machen sich die unbekannten Betreiber indes über die Piratenjäger der GVU lustig.

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© Archiv

Das illegale Online-Stream-Portal Kino.to ist wieder im Netz, diesmal allerdings unter dem Namen kinox.to. Wer die Betreiber sind, ist noch nicht bekannt. Viele der ursprünglich für Kino.to verantwortlichen Hintermänner waren am 8. Juni festgenommen worden, die Behörden und die Piratenjäger der GVU feierten einen ihrer bislang größten Erfolge im Kampf gegen die Raubkopiererei von Spielfilmen. Die Seite kino.to und Splitterportale wie movies2k.to gingen vom Netz.

Jetzt feiern die Betreiber der Stream-Seite sich selbst ("Legends may sleep, but they never die") und ihr schnelles Comeback. Auf der Seite heißt es: "Liebe GVU, Filmindustrie und Staat: Denkt ihr wirklich ihr könnt uns stoppen nur weil ihr haufenweise Geld habt? Wie kann es sein, dass harmlose Webseitenbetreiber auf eine Stufe mit Mördern und Vergewaltigern gestellt werden? Merkt ihr überhaupt noch was in eurem Wahn? Für was finanzieren wir euch jeden Monat? Damit ihr uns verarscht?!"

Nach Angaben des Branchendienstes mediabiz hat die GVU bereits auf das Auftauchen von kinox.to reagiert und es als "keineswegs überraschend" bezeichnet. Die Piratenjäger bezeichnen das neue Portal als "Resteverwertung von kino.to" die zeige, wie empfindlich die Aktion der Generalstaatsanwaltschaft Dresden die Szene getroffen habe. Insgesamt mache das Verfahren schon jetzt deutlich, dass "die Köpfe hinter dem parasitären System kino.to eindeutig wirtschaftlich motivierte Kriminelle" seien, zitiert mediabiz die GVU. "Nicht zuletzt deshalb wird die Organisation auch weiterhin die Strafverfolgung von solchen digitalen Hehlern unterstützen. Dies gilt sowohl für bestehende, als auch zukünftige Verfahren."

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