Microsoft-Tool gefälscht Scareware imitiert Microsofts Schädlingsbekämpfer
© Frank Ziemann
Tom Kelchner von Sunbelt Software warnt im Sunbelt Blog vor dieser Scareware-Variante und liefert gleich noch einen Abriss der Vermarktungsstrategien von Scareware-Anbietern mit. Microsofts "Malicious Software Removal Tool" (MSRT) dient als Vorlage und unfreiwilliger Namensgeber der neuesten Scareware-Schöpfung.
Ist dieser Schädling erst einmal auf den Rechner gelangt, präsentiert er einen Dialog "Software Suche", in dem der Kauf eines Produkts namens "Shield EC Antivirus" empfohlen wird. Zwei andere, namentlich benannte und renommierte Antivirusprogramme sollen demnach nicht in der Lage sein einen vorgeblich gefundenen Virus zu entfernen.
Wer der Empfehlung der Betrüger folgt, landet auf einer verschlüsselten Bestellseite, auf der er 99,50 US-Dollar für Shield EC Antivirus bezahlen soll. Das ist in aller Regel mehr als der doppelte Preis eines richtigen Antivirusprogramms. Diese Seite enthält auch eine etwas farblose Imitation eines Windows-Logos, die die Legitimität des Angebots unterstreichen soll.
Tom Kelchner skizziert bei dieser Gelegenheit die Entwicklung der Scareware-Vermarktung von einem lediglich technisch anmutenden Look zu Imitationen legitimer Antivirus-Software. Der neueste Schritt in dieser Entwicklung ist der Missbrauch des guten Namens von Profi-Tools wie Wireshark. So haben die Betrüger bereits mit "Wireshark Antivirus" und "Sysinternals Antivirus" versucht Kasse zu machen.