Patch für Updater

Samsung will Windows-Update-Sicherheitslücke wieder schließen

Samsung korrigiert seinen Updater für Laptops und PCs per kommenden Patch. Dieser deaktivierte Windows Update und sorgte somit für Sicherheitslücken.

Samsungs Software Updater

© Samsung

Samsung liefert einen Patch für seinen umstrittenen Updater.

Update vom 29.06.2015

Samsung hat ein Statement veröffentlicht, wonach bald ein Patch für den Samsung Updater kommen soll. Dieser hatte auf einigen Systemen zu Problemen geführt, weil die gesamte Windows-Update-Routine lediglich zugunsten von Samsung-Treibern abgeschaltet wurde. Gegenüber venturebeat.com ließ ein Sprecher verlauten: Frei übersetzt: "Wir werden in ein paar Tagen einen Patch ausspielen, der die empfohlenen Einstellungen für Windows Update wiederherstellt. "

Originalmeldung vom 25.06.2015:

Der Samsung Software Updater, der bei Laptops des Unternehmens vorinstalliert ist, deaktiviert Windows Update - nur zugunsten eigener Treiber.

Wer ein Samsung-Notebook mit dem vorinstallierten Software Updater hat, sollte schnellstmöglich die Einstellungen von Windows Update überprüfen. Wie Patrick Barker, seines Zeichens Entwickler und von Microsoft als "Most Valuable Professional" (MVP) ausgezeichnet, in seinem Blog berichtet, schaltet das Tool die Update-Funktion von Windows kurzerhand ab.

Das Samsung Software Update Tool, das Barker selbst als Malware bezeichnet, installiert hierbei ein von Samsung signiertes Programm namens "Disable_Windowsupdate.exe". Dieses Programm sorgt dafür, dass die Windows Updates deaktiviert werden.

Barkers Nachfrage bei Samsungs Support brachte eine Begründung für das potenziell sicherheitsgefährdende Verhalten des Update-Tools. So soll damit verhindert werden, dass Windows Update die installierten Samsung-Treiber für den Laptop mit Standardtreibern überschreibt.

Unser Rat: Nehmen Sie lieber den Mehraufwand auf sich, Treiber manuell - etwa auf der Samsung-Website - aufzufinden und zu installieren, anstatt sich der Gefahr auszusetzen, dass Windows veraltet und anfälliger wird. Bereits im Februar 2015 hatte ein anderer Laptop-Hersteller potenziell gefährliche Software vorinstalliert: Lenovo sorgte durch die Adware "Superfish" für eine schwere Sicherheitslücke, die nur durch einen Nutzereingriff zu beheben war.

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