Rundfunkbeitrag

ARD legt Verwendung der Gelder offen

Die ARD hält ihr Versprechen. Auf der Homepage lässt sich jetzt die Verwendung der Gelder einsehen, die mit dem Rundfunkbeitrag erhoben werden. Über die Seite "Die ARD in Zahlen" erhält man Einsicht.

ARD Verwendung der Rundfunkbeiträge

© ARD

ARD Verwendung der Rundfunkbeiträge

17,98 Euro sind es, die jeder Haushalt monatlich zu berappen hat. Doch was passiert mit dem ganzen Geld? Die ARD hat beschlossen, diese Frage zu beantworten. Der öffentlich-rechtliche Sender dröselt die Verwendung des Rundfunkbeitrags anschaulich auf. So wird klar, dass die ARD 12,81 Euro von dem Betrag erhält. Das ZDF bekommt 4,37 Euro, das Deutschlandradio sowie die Landesmedienanstalten 80 Cent.

15 Cent vom ARD-Anteil, so wird in einem von mehreren Beispielen ausgeführt, kosten den Zahler insgesamt ein Tatort und ein Polizeiruf 110. Die Hälfte entfällt dabei auf die Gagen und Honorare für die Schauspieler (20 Prozent) sowie den Stab (30 Prozent).

Für den Sport, zu den laut ARD etwa die besonders beliebten Olympischen Spiele gehören, zahlen die Zuschauer relativ hohe 72 Cent pro Monat. Schuld seien die teuren Übertragungsrechte. Für die Auslandsberichterstattung in Fernsehen und Radio hält die ARD ein hundertköpfiges Team von Korrespondenten - 16 Cent kostet es. Da überrascht der Anteil am Beitrag für die hauseigenen Orchester und Chöre im Gesamtvergleich doch ein wenig: 41 Cent blecht die ARD für die "Klangkörper", wie man sie im Jargon bezeichnet. 44 weitere Cent fließen in die Filmproduktion, 22 Cent in die Sparte Unterhaltung, zu der etwa Shows und Talks gehören.

Neuer Rundfunkbeitrag bringt Geld in die Kassen

Damit das alles organisiert werden und beim Zuschauer ankommen kann, gibt es freilich noch die Kosten für Technik und Ausstrahlung (1 Euro), die Verwaltung (48 Cent) oder das Marketing (14 Cent). Wer noch Genaueres erfahren will, schaut sich die Zahlenzusammenstellung auf der ARD-Webseite selbst an.

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