Ricoh GXR - Modular kompakt

Ricoh GXR - Digitalkamera mit Baukastensystem für Optik und Sensor

Der Kamerahersteller Ricoh hat am Dienstag eine neue kompakte Systemkamera mit modularem Baukastensystem vorgestellt.

Ricoh GXR

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Ricoh GXR

Ricoh präsentiert mit der GXR eine kompakte Systemkamera mit Wechseloptiken und elektronischem Sucher. Zugleich beschreitet Ricoh technisch einen neuen Weg: Bei der Ricoh GXR wechselt der Fotograf nicht einfach nur die Objektive, vielmehr sind Optik, Sensor und ein Teil des Bildprozessors zu einem geschlossenen austauschbaren Block zusammengefasst. Dieser wird über einen Schiebeanschluss mit dem Kameragrundgehäuse gekoppelt.

Das Kameragehäuse enthält einen 3"-LCD-Monitor mit 306.666 RGB-Pixeln und sRGB-Farbraum sowie die Ricoh-typischen Bedienungselemente, aber keinen eigenen Sensor. Das Gehäuse fällt etwas größer als die bekannte Ricoh GX200 und etwas kleiner als Lumix GF1 und Olympus Pen im Micro-Four-Thirds-Standard aus. 460 Euro soll der GXR-Body kosten.

In dieses Grundgehäuse schiebt der Fotograf dann das Aufnahmemodul mit Objektiv und Sensor. Zum Start bringt Ricoh zwei Module. Das Modul S10 verbindet ein 2,5-4,4/24-72mm Zoom (KB-Brennweiten) mit einem 1/1,7" großen 10,4-Megapixel-CCD, also einem Kompaktkamerasensor. Es wird 370 Euro kosten. Mit einem 2,5/50 mm Macro und einem 23,6x 17 mm großen 12 Megapxel-CCD-Sensor im APS-Format ist dagegen das Modul GR A12 für 670 Euro ausgestattet. Ricoh gibt zur einfacheren Vergleichbarkeit zu seinen Modulen die auf Kleinbildformat umgerechnete Brennweite an. Physikalisch handelt es sich um 5,1-15,3mm- bzw. 33mm-Objektive. Für 2010 hat Ricoh zudem ein Telezoommodul ebenfalls mit Kompaktkamerasensor in der Planung.

Als Vorzüge seines neuen Konzepts nennt Ricoh einen minimierten Platzbedarf und den beim Objektivwechsel vor Verunreinigung geschützten Sensor. Das Grundgehäuse der GXR besteht aus leichtem, aber stabilen Magnesium-Druckguss. Das von GX und GR bekannt Bedienungskonzept wurde weiter entwickelt. Neben verschiedenen anpassbaren Tasten bietet die GXR zusätzlich die neue "Direct"-Taste, mit der sich die wichtigsten Einstellungen auf einen Blick erfassen lassen. Ein griffiger Gummibelag unterstützt die sichere Kamerahaltung. Dank automatischer Vorfokussierung, Schnappschuss-Funktion beim schnellen Durchdrücken des Auslösers und Auto-Makro-Funktion verspricht Ricoh eine beschleunigte Scharfeinstellung. Andere Bildvoreinstellungen lassen sich in neun Stufen anpassen.

Als besondere Merkmale des Objektivmodul GR A12 2,5/50mm nennt Ricoh die 9-linsige Konstruktion mit Asphären und Floating-Elements sowie den griffigen Fokussierring für die Feineinstellung. Als Bildprozessor kommt die "GR engine III" zum Einsatz. Für die Bildqualität des S10 2,5-4,4/24-72mm Kompaktmoduls sorgt der "Smooth Engine IV" und ein nicht näher beschriebenes "neuartiges Verfahren" zur Steigerung der Lichtempfindlichkeit. Die Bildstabilisierung per Sensorshift schützt bei dieser Optik vor Verwacklungen. Der optional angebotene elektronische LCD-Sucher (250 Euro) mit 306.666 RGB-Pixeln wird auf den Zubehörschuh der Kamera gesteckt und kann bis 90° nach oben geschwenkt werden. Er zeigt die gleichen Informationen wie der Kameramonitor. Weiteres Zubehör wie der externe TTL-Systemblitz GF-1, Weitwinkel- und Televorsatz für das Zoommodul und Auslösekabel runden das Zubehörangebot zur Ricoh GXR ab. Markteinführung soll der 4. Dezember sein.

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