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Zu gut für die Tonne Smartphone-App der Regierung soll Lebensmittelverschwendung entgegenwirken

Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) hat mit „Beste Reste“ beziehungsweise „Zu gut für die Tonne“ eine neue Smartphone-App veröffentlicht. Diese soll der Lebensmittelverschwendung in Deutschland mit Rezept-Tipps und Ratgebern entgegenwirken.

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© https://www.zugutfuerdietonne.de/
Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz wirbt für mehr Lebensmittelbewusstsein.

Deutschland geht verschwenderisch mit Lebensmitteln um. Bis zu elf Millionen Tonnen landen jährlich auf dem Müll. Mit der Smartphone-App „Beste Reste“ beziehungsweise „Zu gut für die Tonne“ möchte das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) Abhilfe schaffen für mehr Lebensmittelbewusstsein bei Herstellern, dem Handel und den Bürgern werben. Wer die kostenlose App installiert, hat mehrere Möglichkeiten. Zum einen lassen sich Art und Menge der vorliegenden Lebensmittelreste eingeben, um sich anschließend einfache Rezept-Tipps von rund  50 Spitzenköchen und Prominenten anzeigen zu lassen.

Bei Bedarf wird auch ein interaktiver Einkaufszettel eingeblendet, der Nutzern hilft, fehlende Zutaten für ein gewünschtes Menü auf Basis der eigenen Essensreste kochen zu können. Dabei dürfen Nutzer auch auswählen, welche Anzahl an Personen bekocht werden soll. Zum anderen gibt es die Möglichkeit, sich bestimmte Rezepte oder direkt die zur Verfügung stehenden Vorschläge der Köche anzuschauen. Dazu gibt es zusätzliche Informationen zur Haltbarkeit von Lebensmitteln und zur richtigen Kühlung. Die App ist unter den angegeben Namen in den App-Stores der bekannten Anbieter verfügbar – kostenlos. Alternativ steht für die Rezept-Tipps die offizielle Webseite zu „Zu gut für die Tonne“ bereit.

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Einer Studie zufolge werden in Deutschland jährlich rund elf Millionen Tonnen Lebensmittel weggeschmissen. Private Haushalte haben mit einem Anteil von 6,7 Millionen Tonnen über die Hälfte der zu beklagenden Nahrungsmittel auf dem Gewissen. Demnach kommt jeder Bundesbürger auf 81,6 Kilogramm weggeschmissenes Essen pro Jahr. Der Großteil dieses „Abfalls“ sei noch genießbar. Als Beispiele seien übrig gebliebene Tomatensoße als Pizzabelag oder etwa Brotreste als Panade zu nennen.

 
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