Betriebssysteme

Red Hat bietet Microsoft Hilfe an

Nachdem Mircosoft letzte Woche eine eigenständige Tochterfirma zur Entwicklung und Förderung von Open Source Software gegründet hatte, bietet nun das Linux-Vorzeigeunternehmen Red Hat Microsoft seine Hilfe an. Jedoch waren nicht alle Reaktionen auf die Microsoft Open Technologies genannte Tochter so freundlich.

Open-Source

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Jean Paoli, Vorstand des Tochterunternehmens, sagte zu den Zielen, man wolle einfacher und effektiver Open-Source-Software veröffentlichen können. Paoli glaubt weiterhin, der Schritt eröffne eine bessere Zusammenarbeit zwischen Microsoft und den Open-Source-Communities.Auf einschlägigen sozialen Plattformen sprechen Anhänger der Open-Source-Communities von einem Lippenbekenntnis seitens Microsoft. Der Konzerns habe über Jahre hinweg Linux schlecht gemacht und verteufelt. Patentforderungen wechselten sich ab mit dem Verbreiten von FUD (Fear, Uncertainty and Doubt, zu deutsch Angst, Unsicherheit und Zweifel)Das Team von Red Hat Enterprise Linux (RHEL) sieht nun in einem offiziellen Blogpost die Möglichkeit positiver Synergien. Das Team des Linux-Riesen merkt dazu an: "Open Source und offene Standards geben Benutzern und Entwicklern Freiheit. ... Unsere Hoffnung ist, dass diese offizielle Ankündigung ein ehrliches Engagement seitens Microsoft mit sich bringt, damit beide Systeme unbehelligt ihren berechtigten Platz am Markt finden. Eine offene Welt ist eine bessere Welt"Die Rothüte führten weiter aus, dass die fast 10 Jahre des Bestehens am Markt nicht einfach und ohne Gegenwind waren. Deshalb sei man erfreut, den größten Konkurrenten dabei zu sehen, wie er strategische Erneuerung im Open Source Umfeld sucht.Ein ehrliches Einlassen auf Open Source aus vollem Herzen sei nicht einfach und sei nicht mit Ankündigungen und der Mitarbeit in einigen Konsortien zu erreichen. Open Source zu leben bedeute eine radikale Umkehr und ein Bekenntnis zu einer völlig neuen (Unternehmens)-Kultur.Red Hat sieht den Open Source Weg als den Weg der Zukunft, um Technologien wie Cloud Storage weiter zu entwickeln. Man habe über die Jahre immer eine helfende Hand geboten, um Unternehmen zu unterstützen näher an Open Source heranzurücken. "Wir glauben an Open Source und bieten als altgediente Vorkämpfer unsere Hand denen mit ähnlicher Hingabe"Nun wird sich zeigen müssen, ob Microsoft die neue Offenheit nur aus Notwendigkeit betreibt oder ob ein wirkliches Engagement dahinter steckt.

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