Folgenschweres Vogelgezwitscher

[Rechts-Tipp] Twitter: Lieber keine Beleidigungen und Firmeninterna

Wer das Internet als Kommunikationsplattform nutzt und in sozialen Netzwerken unterwegs ist, sollte stets auf der Hut sein und genau überlegen, was er von sich preisgibt.

Rechtsberatung

© Archiv

Rechtsberatung

Soziale Netzwerke und andere Kommunikationsdienste im Internet erfreuen sich großer und stetig steigender Beliebtheit. Diese Angebote sind in der Regel sehr kurzweilig, unterhaltsam und bieten diverse Möglichkeiten der Kommunikation mit neuen und alten Bekannten. Dennoch machen vor allem Datenschützer bei der Benutzung auf einige Risiken und Regeln aufmerksam, die beachtet werden sollten.

Twitter

Der Kurznachrichtendienst Twitter ermöglicht das Versenden von Textnachrichten bis zu 140 Zeichen. Das aktuelle Mitteilen von (Text-)Informationen ist für alle "Followers" abrufbar. Auch viele Privatpersonen nutzen diesen Dienst, um die Welt mit mehr oder weniger interessanten Informationen über sich zu versorgen. Doch beim "Zwitschern" heißt es aufgepasst. Denn das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Mit übler Kritik gegenüber dem Arbeitgeber oder dem Ausplaudern von vertraulichen Firmeninterna sollte man sich lieber zurückhalten, da hierin in der Regel ein Verstoß gegen arbeitsvertragliche Pflichten zu sehen ist. Juristen warnen außerdem davor, sich einer fremden Identität zu bedienen, denn das würde das Persönlichkeitsrecht verletzen. Nutzt man fremde Fotos, geschützte Logos oder Comic-Figuren beispielsweise als Profilbild, riskiert man abgemahnt und mit Schadensersatzforderungen konfrontiert zu werden. Wie im wirklichen Leben kann man sich selbstverständlich auch im Internet durch Beleidigungen, Verleumdungen oder andere strafrechtlich relevante Handlungen der Strafverfolgung durch die Behörden aussetzen. Niemand ist anonym im Netz und schon gar nicht, wenn man sich in sozialen Netzwerken bewegt.

Achtung beim "Zwitschern", denn das Internet ist kein rechtsfreier Raum

Communities

Was für Twitter gilt, ist auch bei den Social Networks wie Facebook, Wer-Kennt-Wen und StudiVZ zu beachten. Deren Besonderheit ist es unter anderem, dass hier teilweise sehr umfangreiche Fotosammlungen der Benutzer zu bewundern sind. Je nach den Einstellungen der Benutzer können dort entweder alle oder nur bestimmte Personen beispielsweise aktuelle Urlaubsfotos ansehen. Hier sollte man nicht allzu offenherzig sein, einerseits was die Motive, andererseits was die Gruppe der Betrachter angeht. Man weiß nie, wo die Bilder schließlich landen.

Fazit

Datenschützer fassen zusammen, dass die meisten sozialen Netzwerke und Kommunikationsdienste viel Spaß bereiten und sogar nützlich sein können. Dennoch sollte man nicht allzu viel von sich preisgeben oder zumindest wirklich Privates nur einem eingeschränkten, vertrauenswürdigen Personenkreis zugänglich machen.

Rechtstipp: Das Internet vergisst nichts

In Zusammenarbeit mit ARAG Allgemeine Rechtsschutz-Versicherungs-AG Zwar können Bilder selbst oder über den jeweiligen Anbieter aus einer Online-Community entfernt werden, aber wer sie bereits kopiert, gespeichert und verbreitet hat, liegt außerhalb der eigenen Kontrolle. Fatal, sucht man beispielsweise einen Job und der Personalchef der angeschriebenen Firma findet mit ein paar Mausklicks unvorteilhafte Fotos von Ihnen. Ungünstig ist es beispielsweise auch, bei einer eventuellen Krankmeldung gegenüber dem Arbeitgeber der Internet Community mitzuteilen, dass man gleich seine Bahnen im Schwimmbad ziehen und danach mal richtig einen drauf machen wird. Häufig liest man auch, dass jemand gerade im Urlaub ist und das Haus leer steht. Ist die Seite dann noch mit protzigen Fotos über das Wohninventar bestückt, freut das möglicherweise auch den aufmerksam mitlesenden Einbrecher, der sogar die Adresse des Urlaubers ohne Mühe in dessen Profil findet.

Rechtsberatung

© Archiv

Brigitte Mehring, Rechtsexpertin ARAG

Mehr zum Thema

Bearbeitungsmodus in ACDSee pro 3
ACDSee Pro 3

Die Bildverarbeitung "ACDSee" Pro ist in der dritten Version erschienen - das Foto-Multitalent glänzt mit vielen neuen Features.
Cover Video-Homevision
TV, SAT, BLU-RAY, HIFI, HEIMKINO, HIGHEND

Ab dem 09. April finden Sie die neue Ausgabe der Video-Homevision mit folgenden Themen am Kiosk: 3D-TV: Plasma besser als LCD? Die brandneuen Geräte…
Cover Video-Homevision 6/2010
TV, SAT, BLU-RAY, HIFI, HEIMKINO, HIGHEND

Ab dem 07. Mai finden Sie die neue Ausgabe der Video-Homevision mit folgenden Themen am Kiosk: Das beste Bild in jeder Größe: 3D, Plasma, LED,…
cover Video Homevision 7/2010
TV, SAT, BLU-RAY, HIFI, HEIMKINO, HIGHEND

Ab dem 04. Juni finden Sie die neue Ausgabe der Video-Homevision mit folgenden Themen am Kiosk: LED-TVs: von 22 bis 55 Zoll im XXL-Test;…
cover Video Homevision 8/2010
TV, SAT, BLU-RAY, HIFI, HEIMKINO, HIGHEND

Ab dem 09. Juli finden Sie die neue Ausgabe der Video-Homevision mit folgenden Themen am Kiosk: Flach-TVs mit Kino-Format: 50-Zoll-Plasma ab 1.200…