Erhofftes Mining-Wunder?

Radeon RX Vega 56: Zum Release schon ausverkauft

AMD bot die neue High-End-Grafikkarte Radeon RX Vega 56 ab vergangenen Montag an. Inzwischen ist sie schon wieder ausverkauft.

AMD: Radeon RX Vega 64 mit drei Kühlern

© AMD

Der Verkauf des großen Bruders Radeon RX Vega 64 startete am 14. August. Die Grafikkarte war ebenfalls rasch vergriffen.

Am Montag brachte AMD seine neue Gaming-Grafikkarte Radeon RX Vega 56 auf den Markt. Eine kurze Suche zur aktuellen Stunde lässt den Kunden stirnrunzelnd zurück: Die AMD Radeon RX Vega 56 ist bei AMD nicht gelistet. Grund dafür ist, dass die Radeon RX Vega 56 von AMD nach nur 2,5 Stunden bereits wieder ausverkauft ist, so das Technik-Magazin PC Games Hardware. Es sollen aber weitere Radeon RX Vega 56 nachproduziert werden.

Die Radeon RX Vega 56 ist eine High-End-Gaming-Grafikkarte, die genau wie der große Bruder Radeon RX Vega 64, auf den Vega-10-Chips von AMD baut. Die Grafikkarte wird in 14 Nanometer-Technologie produziert. Wie der Name andeutet, bietet die RX 56 auch 56 Rechenblöcke, die auf 3.584 Shader-Einheiten zurückgreifen kann. Dem liegt ein Takt von 1.156 Megahertz und bis zu 1.471 Megahertz mit Boost zugrunde.

Über einen sechs- und einen acht-Pin-Stecker holt sich die RX Vega 56 ihren Strom vom Netzteil, den sie bei ihrem Verbrauch von 210 Watt (TDP) braucht. Insgesamt erreicht die Grafikkarte bei einfacher Genauigkeit eine theoretische Rechenleistung von 10,5 TeraFlops.

AMD stellte seine zweite neue High-End-Gaming-Grafikkarte Radeon RX Vega 64 bereits am 14. August vor. Die Radeon RX Vega 64 war ebenfalls rasch ausverkauft, ist inzwischen aber wieder bei AMD gelistet. Allerdings liegt der Preis der Gaming-Grafikkarte inzwischen über dem Startpreis von 609 Euro. Online-Händler verlangen zwischen 649 und 779 Euro.

Gaming-Grafikkarten wegen Mining ausverkauft?

Womöglich haben einige Kunden die neuen AMD-Grafikkarten RX Vega 64 und RX Vega 56 nicht für verbesserte Spiele-Leistung, sondern zum Mining von Kryptowährung gekauft. Allerdings dürfte weiterhin die Nachfrage nach guten Mining-Grafikkarten groß sein, da viele vergriffen waren oder immer noch sind. 

Lesetipp: Mining-Tutorial für Ethereum mit Tipps für Rechner, Miner-Tools und mehr

Zudem machten bei der Radeon RX Vega Gerüchte die Runde, dass sie 70 bis 100 Megahashes pro Sekunde schaffen würde. Bisherige durchgeführte Tests sind ernüchternd: die Karte kommt im Werkszustand auf lediglich 31 MH/s. Wie weit sich die Leistung durch Bios-Anpassungen noch nach oben schrauben lässt, bleibt abzuwarten.

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