PSN-Hack zu Weihnachten

Sony entschädigt mit 5 Tagen Playstation Plus und 10 Prozent Rabatt

Besitzer von PS4, PS3 und PS Vita waren wegen einem Hack zu Weihnachten 2014 gezwungen, offline zu spielen. Sony gibt Entschädigungen bekannt: fünf Tage Mitgliedschaft bei Playstation Plus und 10 Prozent Rabatt für den nächsten Einkauf im Playstation Store.

PSN-Teaser

© Sony

Nach dem Angriff auf das Playstation Network gibt Sony Entschädigungen bekannt.

Zu Weihnachten 2014 waren Besitzer von PS4, PS3 und PS Vita erbost, weil die Hacker von "Lizard Squad" - wie andere Gruppierungen bereits zuvor - das Playstation Network lahmgelegt hatten. Onlinespielen auf den bereits im Besitz befindlichen oder frisch geschenkten Konsolen war nicht möglich. Auch zwingende Updates konnten mitunter nicht heruntergeladen werden.  Mittlerweile ist der Dienst wieder online, doch der Schaden bei den gebeutelten Spielern sitzt tief.

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Sony entschuldigt sich und gibt bekannt, dass es Entschädigungen geben wird. Für (ehemalige) Inhaber einer Playstation-Plus-Mitgliedschaft, die zum 25. Dezember gültig war, gibt es fünf zusätzliche Tage. Dabei ist es unerheblich, ob die Mitgliedschaft gekauft oder im Rahmen eines Tests aktiv war. Dazu kommen zehn Prozent Rabatt auf den nächsten Einkauf im Playstation Store. Wer keine Playstation-Plus-Mitgliedschaft zum besagten Datum aktiviert hatte, der bekommt lediglich den erwähnten Einkaufsrabatt.

Für den Hacker-Angriff, beziehungsweise die DDos-Attacke, auf das Sony-Netzwerk zeichnet die Hackergruppe "Lizard Squad" verantwortlich. Berichten zufolge war diese bereits zuvor für einen weiteren Angriff auf das PSN Anfang Dezember verantwortlich. Auch das Xbox-Live-Netzwerk des Sony-Konkurrenten Microsoft war zu dieser Zeit und auch zu Weihnachten betroffen. Microsoft hat im Gegensatz zu Sony noch keine Entschädigungen bekannt gegeben.

Die Spiele-Netzwerke sind mittlerweile wieder online. Kurios ist dabei, dass Megaupload-Gründer Kim Schmitz behauptet, für das Ende der Angriffe gesorgt zu haben. Auf Twitter rühmt sich der Internet-Millionär, dass "Lizard Squad" auf das Angebot eingegangen sei, 3.000 Premium-Accounts für den verschlüsselten Filesharing-Dienst Mega als Gegenleistung dafür zu bekommen, mit den DDos-Attacken aufzuhören. In der Zwischenzeit behauptete eine andere Netzgruppierung - "FinestSquad" - die Truppe um "Lizard Squad" stillgelegt zu haben. Den Spielern dürfte das gefallen.

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