Geforce Grid

Project Shield mit Nvidia Tegra 4 setzt auf Cloud-Gaming

Nvidias auf der CES 2013 angekündigtes Project Shield - eine auf Nvidia Tegra 4 basierende Handheld-Konsole mit Android 4.1 und LTE-Modem - setzt neben Google Play auf eine eigene Cloud-Technik. Mit dem auf Kepler-Chips aufbauendem Geforce Grid forciert der GPU-Hersteller einen Schritt in Richtung eigenes Öko-System.

Project Shield auf der CES 2013: Nvidia möchte Cloud-Gaming via Geforce Grid salonfähig machen.

© Nvidia

Project Shield auf der CES 2013: Nvidia möchte Cloud-Gaming via Geforce Grid salonfähig machen.

Unter dem Namen Project Shield (wir berichteten) stellte Nvidia auf der Consumer Electronics Show 2013 eine Handheld-Konsole vor, die dem bisherigen GPU-Hersteller neue Märkte erschließen soll. Neben dem neuen Prozessor Nvidia Tegra 4, dem Google-Betriebssystem Android 4.1 und LTE-Funktionalität bringt Shield alle Voraussetzungen mit, das Feld der mobilen Spiele-Hardware künftig nicht nur Smartphones und Tablets zu überlassen. Als großes Alleinstellungsmerkmal möchte Nvidia das Cloud-Gaming etablieren.

Das Ass im Ärmel: das Nvidia Grid beziehungsweise Geforce Grid, ein auf Kepler-GPUs basiertes Netzwerk von Rechenzentren, das besonders effizient arbeiten und technisch anspruchsvolle Anwendungen für Shield liefern soll. Die Kepler-Architektur hielt erstmals mit der Veröffentlichung der Geforce-GTX-600-Reihe Einzug in die Grafikkarten des US-Unternehmens. Diese arbeiten vergleichsweise stromsparend und sind gleichzeitig leistungsstark. Mitte Mai 2012 hatte Nvidia Geforce Grid auf der GPU Technology Conference in San Jose, Kalifornien vorgestellt.

Project Shield: Was ist Geforce Grid?

Ein mit einem Kepler-Prozessor ausgestatteter Server könne pro GPU acht Spiele gleichzeitig berechnen und simultan in einen Video-Stream kodieren. Dieser würde die Informationen Cloud-gerecht via Internet auf die Heimgeräte übertragen. Freilich ist dabei der große Vorteil: Nutzer könnten grafisch und technisch anspruchsvollste Titel via Cloud auf nahezu allen aktuellen, internetfähigen Geräten spielen. Ein Nachteil: die Verzögerung zwischen Eingabe und visuellem Feedback. Schließlich wandert eine Eingabe in einem Cloud-Spiel erst ins Rechenzentrum, bevor sie berechnet und als Video kodiert zurück zum Spieler kommt.

Mitte Mai 2012 sprach Nvidia von einer Latenz von rund zehn Millisekunden, bis ein dynamisches - das heißt ein nach User-Eingaben berechnetes - Signal wieder beim Spieler ankommt. Voraussetzung ist hierbei natürlich eine gute Anbindung ans Rechenzentrum beim Nutzer. Der Aufbau und die Einrichtung der Geforce Grid laufen bereits auf Hochtouren. Project Shield wird ab dem zweiten Quartal 2013 (ungefährer Release-Zeitraum) direkt mit dem Nvidia-eigenen Netzwerk zusammenarbeiten.

Kann ich Geforce-Grid-Spiele nur mit Shield benutzen?

Doch Nvidia möchte sich anderen Android-Geräten, iOS-Gadgets oder konventionellen PC-Nutzern nicht verschließen. Die App beziehungsweise das Programm Geforce Experience soll Nicht-Nvidia-Geräten den Zugang und die Kompatibilität mit der Nvidia-Cloud-Technik ermöglichen. Neben Cloud-Spielen aus der Geforce Grid unterstützt Shield natürlich auch Google Play, den in Android integrierten App-Store von Google. Mehr zu Project Shield lesen Sie in der verlinkten Meldung. Tipp: Wenn Sie auf Facebook sind, hinterlassen Sie dem PC Magazin ein "Gefällt mir", um während der CES 2013 auf dem Laufenden zu bleiben.

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