Mobilfunk

Prepaid-Handys: Bei Inaktivität Kündigung

Nach Angaben der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein droht die Telekom ihren Mobilfunk-Kunden mit Kündigung der Prepaid-Verträge, wenn diese ihr Guthaben längere Zeit nicht mehr aufgeladen haben. Die Verbraucherzentrale hält dieses Vorgehen nicht für rechtens und fordert Betroffene auf, sich zu melden.

Webseite der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein

© Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein

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Die Briefe der Deutsche Telekom mit der Aufforderung zur umgehenden Aufladung zwecks Vermeidung der Kündigung gehen wohl sogar an Kunden, deren Karten noch über ein Guthaben verfügen - der typische Prepaid-Kunde also, der sein Handy für Notfälle dabei hat, aber nicht regelmäßig zum telefonieren nutzt.

Diese "Friss-oder-Stirb-Ankündigung" entbehrt nach Auffassung der Verbraucherzentrale einer Rechtsgrundlage in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Darin sei vielmehr von einem Vertrag auf unbestimmte Zeit die Rede. Auch sieht die Verbraucherzentrale keinen Grund für eine Sonderkündigung. Die Vebraucherzentrale habe sich vergeblich um ein Klarheit bringendes Gespräch mit der Telekom bemüht.

Gekündigten Telekom-Kunden rät die Verbraucherzentrale, in jedem Fall auf die Erstattung des noch nicht verbrauchten Guthabens zu pochen. Das Oberlandesgericht Köln habe 2009 entschieden, dass das Restguthaben auch von bereits abgelaufenen Karten zu erstatten ist. In der Begründung hieß es damals, dass die Sperrung der Telefonkarten ohne Erstattung des noch nicht aufgebrauchten Guthabens oder einen Übertrag auf eine neue Telefonkarte eine unangemessene, unzulässige Benachteiligung der Verbraucher darstellt. Das Landgericht in Kiel hatte im April 2011 ergänzend geurteilt, dass der Provider für die Auszahlung des Restguthabens keinerlei Gebühren verlangen darf.

Die Verbraucherzentrale bittet Betroffene, sich zu melden, um "diesen Missstand mit Nachdruck verfolgen zu können."

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