Manipulierte Benchmarks

Intel zahlt Pentium 4 Käufern in den USA 15 US-Dollar

Wegen manipulierter Pentium 4 Benchmarks leistet Intel in den USA Schadensersatz: 15 US-Dollar pro Käufer und 4 Millionen US-Dollar in Spenden.

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© Screenshot: WEKA, intelpentium4litigation.com

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Der Athlon Thunderbird und später der Athlon XP von AMD machten Intel schwer zu schaffen: so schwer, dass sich der CPU-Riese zu Beginn der Jahrtausendwende angeblich zu Manipulationen von Benchmarks hat hinreißen lassen, um sich Marktanteile zurückzuerobern. Dafür wird Intel nun Schadensersatz zahlen - 15 US-Dollar pro Nutzer. Zudem hat sich Intel dazu verpflichtet, vier Millionen US-Dollar zu spenden.

Pentium-4-Besitzer in den USA können sich für die Schadensersatzzahlungen registrieren lassen, dabei bedarf es laut theverge.com nicht einmal der Rechnung. Voraussetzung neben einem gemeldeten Wohnsitz in den USA ist, dass der Prozessor zwischen dem 20. November 2000 und dem 30. Juni 2002 gekauft wurde: entweder als Einzelprodukt oder als Teil eines Komplett-PCs oder Notebooks. Wer die Voraussetzungen erfüllt, der kann sich auf dieser Webseite eintragen.

Intel mit Rekord-Quartalszahlen

Die Anhörung und Prüfung der Registrierungen ist im Januar 2015. Bis April 2015 soll die Anmeldung auf der besagten Website möglich sein. Die vier Millionen US-Dollar an Spenden, zu denen sich Intel verpflichtet hat, sollen Bildungseinrichtungen zugutekommen. IT-Hardware soll erneuert werden: IT-Hardware auf Intel-Basis.

Im FAQ (Frequently Asked Questions, häufig gestellte Fragen) der Website intelpentium4litigation.com werden weitere Fragen beantwortet. So beispielsweise Fragen zum Rechtsbeistand, andere Termine und mehr. Auch wenn die wenigsten von uns Schadensersatz seitens Intel erwarten dürfen: Informieren Sie mit wenigen Klicks auf unsere Social-Media-Buttons ihre Freunde und Verwandten in den USA.

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