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Phishing-Mails Gefälschte Paypal-Mail über „Unregelmäßigkeiten bei Ihrem Konto“ lieber direkt löschen

In jüngster Zeit sind Spam-Mails unterwegs, die sich vorrangig an gutgläubige Paypal-Kunden richten. Mit dem Versprechen, „Unregelmäßigkeiten bei Ihrem Konto“ aufzuklären, raten Betrüger zu einem Besuch auf einer gefälschten Paypal-Webseite: jedoch nur, um Ihre Login-Daten abzugreifen.
Cyberkriminelle sind aktuell mit Phishing-Mails hinter Paypal-Kunden her. © Scanrail - Fotolia.com
Cyberkriminelle sind aktuell mit Phishing-Mails hinter Paypal-Kunden her.

Paypal-Nutzer aufgepasst: Wenn Sie eine E-Mail von einer vermeintlichen Paypal-Service-Stelle bekommen (etwa service@paypal-eu.com), deren Autor von „Unregelmäßigkeiten bei Ihrem Konto“ spricht, klicken Sie am besten direkt auf „Löschen“. Online-Betrüger nutzen die Gutgläubigkeit vieler Nutzer aus, indem sie einen entsprechenden Aufhänger für ihre Straftaten nutzen. Demnach sollen verdächtige Transaktionen unter Ihrem Account beobachtet worden sein, die zu einer Sperrung des Kontos führen könnten.

Um dem angeblich entgehen zu können, sollen Sie sich laut der E-Mail auf der „offiziellen“ Webseite mit Ihren Daten einloggen, um den Fall aufklären zu können. Schicken Sie die Formulardaten auf der Phishing-Seite dann ab, passiert meistens nichts mehr - oder es kommt zu einer „Fehlermeldung“. Spätestens jetzt wären Ihre Anmeldedaten mit E-Mail-Adresse und Passwort in den Händen der Betrüger. Es handelt sich also um eine gängige Phishing-Masche, auf die Sie besser nicht reinfallen. Mit vollständigen Paypal-Daten können Cyberkriminelle ganz einfach im Netz auf Ihre Kosten einkaufen, sofern der jeweilige Händler Paypal anbietet.

Seien Sie bei entsprechenden E-Mails in Ihrem Postfach also vorsichtig. Seriöse Dienste im Web fordern Sie nie via E-Mail dazu auf, sich auf der offiziellen Webseite einzuloggen, um ein angebliches Problem zu lösen, Daten zu aktualisieren oder ähnliches. Wenn Sie das Gefühl haben, eine derartige E-Mail könnte doch echt sein, dann geben Sie die offizielle Internetadresse händisch im Browser ein. Je nach Situation lassen sich etwaige - echte - Probleme im Benutzerzentrum auffinden und lösen. Bei Phishing-Mails gilt dies aber so gut wie nie.

Die verlinkten Texte in diesen Nachrichten sowie die tatsächlich zu besuchenden URLs stimmen bei Phishing-Mails nie überein. Fahren Sie einfach mit der Maus über den Link in einer solchen Mail und schauen Sie sich, je nach Browser (bei Webmail-Diensten) oder Mail-Client, im Statusbereich die verlinkte Internetadresse an. Auch beim Absender der Mail sollten Sie schon skeptisch sein. paypal-eu.com etwa ist keine offizielle Paypal-Domain. Im Notfall hilft auch ein Anruf bei der Hotline des Anbieters.

Tipp: Auch wenn aktuell falsche Paypal-Mails im Umlauf sind, die gleiche Vorsicht sollten Sie bei Facebook, bei Battle.net (einem Spielenetzwerk), beim Banking & Co. ebenso walten lassen. Hinter den soeben verlinkten Zielen verbergen sich übrigens die Facebook-Seite vom PC Magazin sowie aktuelle Meldungen zum Thema Phishing.

 
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