Neue Version

Opera 16 - Entwicklung schreitet voran

Seit dem offiziellen Start der Neuentwicklung ihrer Browser-Software auf Chrome-Basis drücken die Opera-Entwickler ordentlich aufs Tempo. Opera 16 basiert auf Chrome 29 und kann Formulare ausfüllen sowie den Standort übermitteln.

Opera 16 - Entwicklung schreitet voran

© Frank Ziemann

Opera 16 - Entwicklung schreitet voran

Mit der neuen Hauptversion Opera 16 im "Stable"-Kanal haben die Entwickler in Norwegen und Polen zwar noch längst nicht den Funktionsumfang der alten, eingestellten Browser-Generation (bis Opera 12.x) erreicht, doch es geht voran. Opera 16 basiert auf der aktuellen Chrome-Version 29 und somit sind auch etliche Sicherheitslücken aus älteren Versionen geschlossen. Neu in Opera 16 ist die Geolocation API nach dem W3C-Standard, eine Schnittstelle zur Übermittlung des Rechnerstandorts. Wer möchte, kann seinem Browser erlauben den aktuellen Standort an eine Website zu übertragen, um ortsbasierte Dienste zu nutzen. Dazu gehören etwa Routenplaner oder Empfehlungsdienste für Restaurants oder Geschäfte in der Nähe.

Opera 16 kann nun gängige Web-Formulare automatisch mit gespeicherten Daten füllen, sofern der Benutzer dies wünscht und Formulardaten im Browser speichert. Außerdem haben die Opera-Entwickler in der Windows-Version die Integration in die Taskleiste und das Startmenü implementiert. Die Mac-Version erhält einen Präsentationsmodus. Benutzer können nun über die Pseudo-URL "opera:flags" diverse zum Teil experimentelle Funktionen an- oder abschalten. Schließlich haben die Entwickler auch zahlreiche Fehler beseitigt und die Stabilität verbessert. Hilfetexte sind bislang nur in englischer Sprache vorhanden. Eine Möglichkeit zum Anlegen von Lesezeichen soll erst in der nächsten Version kommen - bis dahin muss die Schnellwahl genügen.

Die norwegische Browser-Schmiede Opera hat ihren gleichnamigen Web-Browser mit der Version 12.x eingestellt, um ihn dann neu zu erfinden. Statt wie bis dahin mit der eigenen Presto-Engine wird Opera seit Version 15 durch die auf Webkit basierende HTML-Engine Blink aus Google Chromium angetrieben. Chromium ist Open-Source-Variante von Chrome. Damit einher gehen auch ähnliche Entwicklungszyklen und -stufen wie bei Chrome und Firefox. Neben dem "Stable"-Kanal für die Allgemeinheit gibt es einen "Next"- (Beta-) und einen "Developer"-Kanal. Darüber können sich Freiwillige an der Fehlersuche in der nächsten und übernächsten Hauptversion beteiligen.

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