Betriebssysteme

OpenSuse 12.2: Download verfügbar

Viel später als ursprünglich angekündigt ist der Release der Version 12.2 des Linux-Betriebssystems OpenSuse erfolgt und steht zum Download bereit.

openSuse 12.2 Bootmanager Grub2

© opensuse

Der Release von OpenSuse 12.2 ist erfolgt. Der Download steht ab sofort zur Verfügung.

Das Team von OpenSuse gibt den Release und den ab sofort zur Verfügung stehenden Download von OpenSuse 12.2 bekannt. Dieses Mal kam alles anders als geplant: Der "vierte Meilenstein" ward' nie gesehen, die erste Beta hatte eine Woche Verspätung, der Release Candidat dann sogar zwei Monate. Für das Sicherheitskonzept gab es Schelte von Linus Torvalds höchstpersönlich. Zwischendurch legte das OpenSuse-Team eine zweimonatige Denkpause ein, um die Arbeit zu diskutieren und Fehler zu beheben.

Nun also ist die finale Version 12.2 erschienen. Man merkt ihr die Verspätung an: Als grafische Oberfläche setzt sie KDE 4.8 oder Gnome 3.4.2 ein, KDE 4.9 kann in einem auf OpenSuse 12.2 abgestimmten Add-On-Depot beim Open Build Service nachgerüstet werden. Für Gnome soll es noch diesen Monat eine neue Version (3.6) geben. XFCE und LXDE lassen sich über Paket-Depots nachinstallieren.

Als Office-Programm sind standardmäßig LibreOffice 3.5.4 sowie die KDE-Officesuite Caligra in Version 2.4. dabei. Von beiden Programmen gibt es inzwischen neuere Versionen. Bei Gimp hat es aber die aktuelle Version 2.8 in die Distribution geschafft. Neben dem Musik-Player Amarok liefert Suse auch den Multi-Platform-Player Tomahawk mit.

OpenSuse 12.2 verwendet standardmäßig Grub 2 als Boot-Loader, was die Unterstützung für UEFI verbessern soll. Plymouth verbirgt die technischen Details des Startprozesses hinter einer Boot-Animation. Kernel ist Linux 3.4. Das Init-System SysV-Init wird von Systemd 44 abgelöst, bei der Gelegenheit wandern Systemprogramme von /bin/, /sbin/, /lib/ und mehr in die gleichnamigen Verzeichnisse unterhalb von /usr/. Diese "Usr_merge" genannte Umstrukturierung wurde von Fedora initiiert und soll bei 12.3 fortgeführt werden.

Für "exotische" Grafikkarten ist der Treiber Llvmpipe zuständig, der auf die Gnome-Shell zurückgreift, wenn es für die Hardware keinen 3D-Treiber gibt, und für die Berechnungen die CPU nutzt. Spice sorgt für die flotte Steuerung von Desktop-Oberflächen in virtuellen Maschinen.

OpenSuse 12.2: Download

Das Betriebssystem OpenSuse 12.2 kann vom Portal des "Linux for open minds", wie die Distribution sich selbst bezeichnet, heruntergeladen werden.

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