Menü

Untergrundmarktplätze Online-Shops für gestohlene Kreditkartendaten dicht gemacht

Durch eine internationale Kooperation etlicher Ermittlungsbehörden sind 36 Websites ausgehoben worden, auf denen Online-Kriminelle gestohlene Kreditkartendaten und Bankkonten im großen Stil verhökert haben. Zwei Großkunden solcher Untergrundmarktplätze sind im Zuge dessen verhaftet worden.

Datenklau © Archiv
Datenklau

Online-Kriminelle verschaffen sich auf vielfältige Weise Kreditkartendaten und Anmeldedaten für das Online-Banking. Neben Phishing-Angriffen und dem Einsatz Trojanischer Pferde (Spyware) setzen sie auch auf betrügerische Antivirusprogramme (Scareware). Wer es noch einfacher haben will, kauft die Daten gleich bündelweise in spezialisierten Online-Shops. Doch etliche Kunden solcher Untergrundmarktplätze werden sich nach anderen Bezugsquellen umsehen müssen.

Hinweis der US-Regierung auf einer beschlagnahmten Domain.
vergrößern
© Archiv
Hinweis der US-Regierung auf einer beschlagnahmten Domain.

Britische und US-amerikanische Ermittlungsbehörden haben zusammen mit ihren Kollegen aus Deutschland, Österreich, den Niederlanden, der Ukraine und Rumänien 36 solcher Websites dicht gemacht. Auf diesen illegalen Marktplätzen wurden automatisierte Einkaufskörbe eingesetzt, wie sie auch aus normalen Online-Shops bekannt sind. Doch jetzt prangt Besuchern dieser Website lediglich ein sehr schlicht gehaltener Hinweis entgegen, die US-Regierung habe die Domain beschlagnahmt (siehe Bild links).

Wie Graham Cluley im Sophos Naked Security Blog ferner berichtet, sind auch zwei Männer verhaftet worden, die größere Menge gestohlener Daten in diesen Shops eingekauft haben sollen. Auch ein Anbieter solcher Shop-Systeme aus Makedonien ist in seinem Heimatland festgenommen worden. Außerdem sind zahlreiche Computer beschlagnahmt worden, die bei Betrugsdelikten benutzt wurden. Sophos hat auch ein Video bereit gestellt, das einen der inzwischen dicht gemachten Shops zeigt.

 
Anzeige
Anzeige
x