Bewertungen beim Online-Shopping

Bitte um Feedback nach dem Online-Kauf nervt Nutzer

Wer kennt das nicht? Sie besuchen einen Online-Shop und kaufen schnell was ein. Die Folge davon ist eine wochenlange Tirade mit Bewertungsaufforderungen. Nutzer empfinden dies laut Experten immer häufiger als Belästigung.

Bewertungen beim Online-Shopping: Händler sollten aufhören, Nutzer penetrant um Feedback zu bitten.

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Bewertungen beim Online-Shopping: Händler sollten aufhören, Nutzer penetrant um Feedback zu bitten.

Viele Händler schicken nach einem Einkauf im Online-Shop Bewertungs-Anfragen. Dabei wären Sie besser beraten, genau diese Anfragen zu reduzieren. Inzwischen empfiehlt der Verband der deutschen Internetwirtschaft Eco, die Forderungen für Feedback einzustellen. Professor Georg Rainer Hofmann, Leiter der Eco-E-Commerce-Gruppe und Direktor am Information Management Institut der Hochschule Aschaffenburg äußerte sich folgendermaßen: "Immer mehr Verbraucher empfinden den Bewertungsmarathon im Onlinehandel als eine ebenso große Belästigung, wie dies bei der Flut der Rabattkartenangebote im stationären Handel der Fall ist".

Das Dialogmarketing sei inzwischen mehr verpönt als beliebt. Käufer wollen in der heutigen Zeit lieber die Meinung von anderen Käufern hören, anstatt sich mit den Anbietern herumzuschlagen. Dieser Austausch findet oft auf sozialen Netzwerken statt. Doch auch dort haben die Händler oftmals ihre Finger im Spiel. Hofmann rät den Onlinehändlern, die Kommunikation zwischen den Käufern zu verfolgen. Aus dem aktiven Gespräch sollten sich die Händler jedoch besser größtenteils zurück halten.

Der Dialog der Käufer könnte wichtige Informationen bringen, die wunderbar in das Marketingprogramm in der Firma eingebaut werden können. Dies würde eine Verärgerung der Käufer vermeiden und trotzdem eine große Innovation für das Marketing darstellen. Passende Umfrageergebnisse gab übrigens im Verlauf der vergangenen Wochen.

In einer von ServiceRating und YouGov publizierten Umfrage fand man heraus, dass sich Nutzer immer häufiger vor und nach dem Kauf über soziale Netzwerke austauschen. Über Plattformen wie Facebook suchen Kunden dann ein Ventil, um ihren Ärger oder durchaus auch ihre Begeisterung für ein Produkt zum Ausdruck zu bringen. Informationen gibt es hinter den verlinkten Texten.

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