SYSTEMKAMERAS

Olympus OM-D E-M5 - Fortschritt mit Tradition

Olympus präsentiert mit der OM-D E-M5 sein neues Micro-Four-Thirds-Topmodell im klassischen OM-SLR-Design. Es soll für eine neue Reihe spiegelloser Olympus-Systemkameras wegweisend sein.

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© Olympus

Das mit 16,1-Megapixel-Live-MOS-Sensor und dem leistungsstarken Bildprozessor TruePic VI ausgestattete Modell E-M5 als erstes der OM-D-Reihe erscheint ganz konventionell im SLR-Design der erfolgreichen Olympus OM-Ära der 70er/80er-Jahre. Die OM-D enthält als erstes Olympus-Micro-Four-Thirds-Modell einen integrierten elektronischen Sucher. Er nimmt den Raum im Dachgiebel ein, der früher das Prisma beherbergte.

Die Auflösung des LED-Suchers liegt schon wie beim Aufsteckssucher VF-2 zu den Pen-Modellen bei 1,44 Millionen einzelnen Punkten, entsprechend 480000 RGB-Pixeln. Dank einer erhöhten Bildwiederholrate durch schnelleres Auslesen des Sensors liefert der E-M5-Sucher ein etwas besseres Bild als der Pen-Aufstecksucher VF-2. Das macht sich besonders bei schnell bewegten Objekten und Kameraschwenks bemerkbar. Eine Suchervergrößerung von effektiv 0,58x und 18 mm Austrittspupille sorgen für entspannte Betrachtung des 100-Prozent-Bildes.

Funktionelles Live View-Bild

Für die Ansicht des Sucherbildes stehen drei Varianten mit unterschiedlicher Aufteilung und grafischer Gestaltung der Anzeigeelemente zur Auswahl. Die meisten wichtigen Informationen, wie etwa die Verschlusszeit, werden am unteren Rand des Sucherbilds angezeigt, so dass sie nicht stören.

Mit einer neuen Funktion namens "EVF Creative Control" können Lichter- und Schattenhelligkeit anhand der Einblendung einer Tonwertkurve auf das Sucherbild separat geregelt werden. Weißabgleich, Vergrößerung und Bildseitenverhältnis können ebenfalls eingestellt werden, ohne das Auge vom Sucher zu nehmen.Alternative dazu ist ein 3,0"-LCD-Monitor mit rund 203.333 RGB-Bildpunkten, kapazitiver Touchscreen-Funktion und Neigemöglichkeit um +80°/-50°. Er ermöglicht u. a. Touch-Fokussierung und -Auslösen. Die Umschaltung zwischen Sucher- und Monitorbild erfolgt sensorgesteuert automatisch.

Olympus hebt die "spürbar" schnellere Anzeige des Live-View-Bildes nach erfolgter Aufnahme hervor. Sie ist zwei voneinander unabhängigen Bildverarbeitungskernen des neuen Bildprozessors TruePic VI - jeweils einer für das aufgezeichnete Bild und die Live-View-Anzeige - zu verdanken. Damit ist die Ausgabe eines Live-Bildes nicht mehr vom Ende des Speichervorgangs des aufgenommenen Fotos abhängig. Neu ist auch eine kontinuierliche automatische Aktualisierung des Bildes während einer Langzeitaufnahme.

Dynamisch, schnell, stabil

Der 16-Megapixel-LiveMOS-Sensor in Verbindung mit dem schnellen Bildprozessor bringt laut Olympus eine verbesserte Rauschunterdrückung, erhöhten Dynamikumfang und ISO-Werte bis 25600. Eine "Fine-Detail-Processing"-Technologie verringert, wie schon in der E-5, Moire-Effekte und Falschfarben. Mit der "Real-Colour"-Technologie will Olympus auch bislang schwer wiederzugebende Farben wie smaragdgrün beherrschen.

Besonders stolz ist Olympus auf das AF-System und die Bildstabilisierung. Der Live-View-Kontrast-AF der E-M5 arbeitet mit 35 Feldern, die alle, als 9x9-Gruppe oder als Einzel-Spot genutzt werden können. Dazu kommen Gesichts- und Augenerkennung.

Das AF-System, das auf einer Sensorauslesefrequenz von 120 B/s basiert und sich schon in der Pen E-P3 bewährt hat, soll in der E-M5 noch schneller mit den Objektiven kommunizieren. Olympus bezeichnet es als das derzeit schnellste AF-System überhaupt. Die E-M5 kommt mit AF auf Bildserien von maximal 4,2 B/s. Ohne AF sind es sogar 9 B/s. Beim manuellen Fokussieren aktiviert ein Dreh am Fokusring eine Fokussierhilfe.

Die Bildstabilisierung der E-5 gleicht Kamerabewegungen in der Höhe und zur Seite sowie auch Drehbewegungen um die horizontale, vertikale und die optische (Längs-)Achse aus. Davon sollen besonders Makroaufnahmen mit großen Vergrößerungsmaßstäben profitieren.

Die Multi-Motion Movie IS-Funktion der OM-D stabilisiert zudem das Bild bei Videoaufnahmen aus der Bewegung heraus. Sie nimmt die E-M5 in Full-HD-Auflösung 1920 x 1080i50 mit Stereoton im MOV-Format (MPEG-4 AVC/H.264). Auch AVI/Motion-JPEG steht zur Verfügung.

Für die Belichtungsmessung stehen 324-Feld-, mittenbetonte und Spot-Messung zur Verfügung, letztere bei Bedarf auch Lichter- oder Schatten-orientiert. Die Belichtungssteuerung erfolgt über die schon von den Pen-Modellen bekannten automatischen und manuellen Varianten. Neu hinzugekommen bei den Filtern sind ein digitaler "Gemälde"-Effekt sowie die Variationen "Crossentwicklung II" und "Dramatischer Ton II". Auf einen integrierten Blitz verzichtet Olympus bei der E-M5. dafür ist der Mini-Aufsteckblitz FL-LM2 (LZ10/ISO200) von Hause aus im Lieferumfang

Das alles hat Olympus bei der OM-D E-M5 in ein stabiles, staub- und spitzwassergeschütztes Gehäuse aus Magnesiumlegierung verpackt. Mit 121 x 90 x 42 mm und mit 425 g Gewicht ist die Neue abgesehen von der Höhe deutlich kleiner und fast 100g leichter als Urahn OM-1 (139 x 86 x52 mm, 515 g) aus. Ein Ultraschall-Vibrationsfilter schützt den E-M5-Sensor vor Staubablagerungen. Die Kamera ist mit allen Olympus Micro-Four-Thirds-Objektiven kompatibel. Deren Angebot soll im Laufe dieses Jahres noch um ein lichtstarkes M.Zuiko Digital 1,7/75 mm und ein staub- und spritzwassergeschütztes 60-mm-Makro für Abbildungsmaßstäbe bis 1:1 bei 19 cm Aufnahmeabstand erweitert werden. Als neues Zubehör werden optional der spezielle, zweiteilige Batteriehandgriff HLD-6, der Four Thirds Bajonettadapter MMF-3 sowie das elektronische Blitzgerät FL-600R angeboten.

Das OM-D E-M5-Gehäuse samt Mini-Aufsteckblitz kommt ab April in Schwarz oder Silber für 1100 Euro in den Handel. Im Kit mit dem M.Zuiko Digital 3,5-6,3/12-50 mm soll es 1300 Euro kosten.

Download: Tabelle

www.olympus.de

Bildergalerie

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Galerie
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© Olympus

Aufsteckblitz FL-600R
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Handgriff HLD-6G+6P
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M.Zuiko Digital 1,7/75
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Olympus 2,8/60-mm Makro

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