Router-Sicherheitslücke

O2-Telefonica warnt und empfiehlt Änderung des WLAN-Passworts

WLAN-Router von O2-Telefonica haben eine Sicherheitslücke. Der voreingestellte WPA2-Key ist unsicher. Nutzer sollten ihn gegebenenfalls sofort ändern.

WLAN-Router von O2-Telefonica haben eine gravierende Sicherheitslücke.

© Screenshot: WEKA, www.o2online.de

WLAN-Router von O2-Telefonica haben eine gravierende Sicherheitslücke.

Viele der DSL-Kunden von O2-Telefonica, ehemals Alice, haben die WPA2-Keys ihrer voreingestellten WLAN-Router vermutlich bislang nicht geändert. Schließlich wurde der Router fertig konfiguriert geliefert und das "WLAN-Passwort" ist individuell eingestellt und auf der Unterseite der Geräte aufgedruckt.

Jedoch wurden die an sich hinreichend sicheren WPA2-Keys nach einem unsicheren Verfahren erzeugt und sind deshalb anhand der per Funk ausgestrahlten Daten in wenigen Minuten zu knacken. Ein Angreifer hätte danach uneingeschränkten Zugriff auf das gehackte Heimnetz. Die gute Nachricht: Dieser Angriff ist nicht möglich, nachdem die User ihren WPA2-Key geändert haben.

Betroffen sind alle Anwender der Homebox-WLAN-Router mit den Typennummern 6431, 4421 und 1421. Sie sollten ihre WLAN-Passwörter umgehend ändern. Wie O2 mitteilt, wird der Router-Typ 6431 künftig mit einem sicheren, zufällig generierten WPA2-Schlüssel ausgeliefert. Die Modelle 1421 und 4421 werden nicht mehr hergestellt.

Lesetipp: Windows XP macht Geldautomaten zum Sicherheitsleck

O2 ist Hinweisen aus Sicherheitskreisen gefolgt. In den nächsten Tagen werden die Nutzer der gefährdeten Router per Brief oder Mail angeschrieben und zur Passwort-Änderung aufgefordert. Außerdem warnt O2 auf der offiziellen Webseite vor dem gefährlichen Sicherheitsloch, gibt Tipps für ein sicheres Passwort und bietet auch Hilfe über den Kundenservice an.

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