NSA-Spionagenetz

Schnüffel-Software soll auf über 50.000 Computer laufen

Mehr als 50.000 Computer weltweit hat die NSA mit Spionagesoftware infiziert. Dies meldet eine niederländische Zeitung unter Berufung auf Snowden-Dokumente.

50.000 PCs mit NSA-Software infiziert.

© Screenshot: WEKA, http://www.nrc.nl/

50.000 PCs mit NSA-Software infiziert.

Nach neuen Meldungen auf der Basis der Snowden-Dokumente hat die NSA weltweit über 50.000 Computer gehackt, dort eine spezielle Schadsoftware installiert und sich damit Zugang zu den jeweiligen Netztwerken verschafft, um vertrauliche Daten abzugreifen. Wie die niederländische Zeitung NRC Handelsblad meldet, geht dies aus Geheimdokumenten des Ex-Geheimdienstlers Edward Snowden hervor.  

Diese sogenannte "Computer Network Exploitation" sei für die NSA eine kostengünstige Form der Spionage, so wurde es in einer Präsentation für NSA-Führungskräfte dargestellt. Angeblich soll diese Software über Jahre hinweg aktiv sein können und auch beliebig ein- und ausgeschaltet werden können. Hierdurch sei die Chance, die Software zu entdecken, besonders gering. Die Cyber-Angriffe mit diesen Programmen sollen 1998 begonnen worden sein.

Lese-Tipp: NSA-Schutz - E-Mails verschlüsseln

Für diese Cyber-Attacken habe die NSA eine streng geheime, eigene Abteilung mit dem Namen TAO (Tailored Access Operations) gebildet, die auch den meisten NSA-Mitarbeitern unbekannt sei. Diese "maßgeschneiderten Zugriffsoperationen" waren nach den Snowden-Unterlagen sehr erfolgreich. So seien bereits 2008 etwa 20.000 Computer infiltriert worden. Mitte 2012 sollen es bereits 50 000 Computer gewesen sein, die im Geheimen für die NSA arbeiten. Die NSA hat die Meldungen bislang nicht kommentiert.

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