Abhöraffäre

Google-Mitarbeiter beschimpfen NSA - und wollen mehr verschlüsseln

Ein zweifaches, herzhaftes "Fuck You" adressierten Google-Mitarbeiter in einem privaten Blog an die NSA, als jetzt in weiteren Folien aus dem Snowden-Fundus Details zu Googles internem Datenverkehr veröffentlicht wurden.

NSA: Google sagt

© Screenshot: WEKA, http://www.washingtonpost.com/

NSA: Google sagt "Fuck You" und will demnächst mehr verschlüsseln.

Ein weiteres Mal ist deutlich geworden, dass die NSA und das britische GCHQ auch massenhaft Daten aus dem internen Datenverkehr von Google und auch Yahoo abgegriffen haben. Die Geheimdienste haben dabei offensichtlich auch Daten direkt von Glasfaserleitungen abgezapft, die Google selber gehören oder angemietet wurden.Mehr dazu lesen Sie in unserem Bericht zu NSA, Google und Yahoo, basierend auf Daten der Washington Post..

Die von der Washington Post veröffentlichten Unterlagen zeigen Datenstrukturen, die ausschließlich im Datenverkehr zwischen Googles Rechenzentren genutzt und nie öffentlich dokumentiert wurden. Dies hat die Google-Mitarbeiter Brandon Downey und Mike Hearn in ihrem privaten Google+-Account zu besagtem "fuck you" und "fuck these guys" an die Adresse der NSA veranlasst.

Offensichtlich sind die Google-Entwickler empört über diese Entwertung ihrer langjährigen Arbeit: "Wir haben diese Systeme aufgebaut, um Kriminelle draußen zu halten."  Es sei kriminell, dass die NSA und das GCHQ sich Zugang zu den Daten verschafft haben.

Zwar werden von Google die Kraftausdrücke als private Meinungsäußerung der Mitarbeiter gesehen, man will es aber nicht beim Beschimpfen belassen. Der in den Veröffentlichungen dargestellte Datenverkehr wird jetzt vollständig verschlüsselt. Auch die Verschlüsselung weiterer Google-Dienste und Verbindungen soll kontinuierlich ausgebaut werden.

Es ist allerdings daran zu erinnern, dass es auch Enthüllungen über die Zusammenarbeit der IT-Konzerne mit den Geheimdiensten gibt. So gab es im August Veröffentlichungen darüber, dass die NSA Geld als Aufwandsentschädigung an Yahoo, Microsoft, Facebook und auch Google zahlte. Die Konzerne haben diese Zusammenarbeit immer mehr oder weniger entschieden bestritten, wozu sie allerdings gesetzlich verpflichtet wurden.

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