Norman-Umfrage

Vier von zehn Deutschen haben keine Sicherungskopie ihrer Daten

Obwohl externe Festplatten oder Cloud-Speicher schon für schmales Geld zu haben sind, legen noch immer vier von zehn Deutschen PC-Nutzern keine Backups ihrer Daten an. So heißt es folglich oft: Festplatte defekt, Daten weg.

Umfrage: Nur vier von zehn Deutsche machen regelmäßig Backups.

© Norman

Umfrage: Nur vier von zehn Deutsche machen regelmäßig Backups.

Das Sicherheitsunternehmen Norman Data Defense Systems hat kürzlich 1.000 Computer-Benutzer in Deutschland zu ihrem Backup-Verhalten befragt. Dabei hat sicher heraus gestellt, dass 38 Prozent der Befragten keine Sicherungskopien ihrer Daten durchführen oder schlicht nicht wissen, ob sie Backups haben. Frauen sind dabei noch etwas nachlässiger als Männer. Während 69 Prozent der männlichen Befragten angegeben haben über Sicherungskopien zu verfügen, trifft dies nur auf 55 Prozent der Frauen zu.

Auch reifere PC-Nutzer im Alter über 50 Jahren zeigen weniger Sorgfalt bei der Datensicherung. Weniger als der Durchschnitt der Befragten fertigen in dieser Altersgruppe Backups an oder wissen überhaupt, ob sie Sicherungskopien haben. Immerhin fast die Hälfte der Umfrageteilnehmer (48 Prozent) hat vor, in den nächsten sechs Monaten eine Sicherung ihrer Daten vorzunehmen. Ein gutes Drittel hält es offenbar für ausreichend im Laufe eines Jahres ein Backup vorzunehmen oder hat gar keinen Zeitplan.

Festplatten haben laut Norman Ausfallraten zwischen zwei und vier Prozent pro Jahr. Wird ein PC fünf Jahre lang genutzt, kann sich die Ausfallwahrscheinlichkeit auf 20 Prozent summieren. Hinzu kommen Risiken wie eine Infektion mit Erpresser-Malware, so genannter Ransomware, sowie besonders bei Mobilrechnern auch Diebstahl. Wer, wenn überhaupt, nur ein- oder zweimal im Jahr ein Backup seiner wichtigsten Dateien anlegt, muss auf sein Glück vertrauen.

Ratgeber: So läuft das Windows 7-Backup

Daher empfiehlt Norman, wie auch jeder andere IT-Profi, das regelmäßige Anlegen aktueller Datensicherungen. Tritt der Ernstfall ein, bleibt der Verlust zwar schmerzlich, jedoch auf Ersetzbares wie eine Festplatte oder ein Notebook beschränkt. Wichtige Dokumente, Adressbuch, Fotos und Videos lassen sich hingegen jederzeit aus den Backups wieder herstellen. Allerdings sollte man auch das gelegentlich überprüfen und die Wiederherstellung ohne Druck üben. Ein fehlerhaftes Backup ist im Ernstfall ebenso wenig hilfreich wie gar keine Datensicherung.

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