Intel Developer Forum 2012

Noch geheim: Die Ultrabook-Spezifikation für 2013

Noch vor dem offiziellen Beginn des Intel Developer Forums in San Francisco ist Intels Ultrabook-Spezifikation für 2013 durchgesickert.

Shark Bay: Intels 2013er-Spezifikationen für Ultrabooks

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Noch vor dem offiziellen Beginn des Intel Developer Forums in San Francisco ist Intels Ultrabook-Spezifikation für 2013 durchgesickert.

Der Begriff "Ultrabook" gehört Intel und Notebooks, die sich Ultrabook nennen dürfen, müssen auch von Intel definierten Anforderungen genügen. Derzeit gilt noch die Chief-River-Vorgabe, im kommenden Jahr kommt die Shark-Bay-Spezifikation, die aber derzeit noch nicht final ist. Intel gibt hier eine ganze Reihe von Anforderungen vor, die erfüllt werden müssen, formuliert aber auch zusätzliche Empfehlungen für Geräte mit einem höheren Preispunkt. Dazu gibt es auch weitergehende Anforderungen für Business-Ultrabooks.

Im Zentrum von Shark Bay steht der Prozessor aus der kommenden vierten Core-Generation, den Intel unter dem Codenamen Haswell entwickelt. Er wird in dem 22-Nanometer-Prozess hergestellt, den Intel mit Ivy Bridge eingeführt hat, besitzt aber eine neue Prozessorarchitektur, die auch für eine noch geringere Leistungsaufnahme sorgen soll. Die 2013er-Ultrabooks müssen zwingend mit der 15-Watt-Ultra-Version von Haswell ausgestattet sein, für andere Notebooks wir es auch Haswell-Varianten mit 37 und 47 Watt TDP geben. Diese Beschränkung soll dafür sorgen, dass die 2013er-Ultrabooks eine Akkulaufzeit von mindestens neun Stunden bieten können. Dabei dürfen Geräte unter 14 Zoll Displaydiagonale maximal 18 Millimeter dick sein, größeren Ultrabooks werden 21 Millimeter zugestanden. Convertibles, die sich in Tablets verwandeln können, dürfen jeweils zwei Millimeter dicker sein. Displays mit der 1366er-Auflösung sind zwar noch erlaubt, Intel empfiehlt aber Full-HD-Panels, optimal mit Panel-Self-Refresh-Technologie, um die Leistungsaufnahme zu senken.

Ein Tablet-Modus oder wenigstens ein Touchscreen werden empfohlen, wenigstens ein Touchpad mit Gestenerkennung wird vorausgesetzt. Hier sind wir gespannt, ob Intel für das Slider-Tablet Sony VAIO Duo eine Ausnahme macht. Denn beim Sony wegen der Slider-Mechanik nur ein Trackpoint Platz.

"Always Fresh Data" schont den Akku

Eine der Neuerungen von Haswell und damit auch eine Anforderung von Shark Bay ist der Smart-Connect-Modus den Intel als "Always Fresh Data" bezeichnet. Dabei wird das Ultrabook in einen Schlafzustand mit minimaler Leistungsaufnahme  versetzt (Deep S3) aus dem es regelmäßig kurz aufwacht, um E-Mails zu synchronisieren oder Statusmeldungen aus sozialen Netzwerken zu aktualisieren, damit der Anwender gleich nach dem Start des Ultrabooks auf dem aktuellen Stand ist.  Dabei soll sich ein Ultrabook bis zu fünf Tage lang im Deep-s3-Modus mit frischen Daten versorgen können. Bei zu niedrigem Akkustand wird die Aktualisierung allerdings ausgesetzt.

Spracherkennung als neue Anforderung

Eine eher überraschende Anforderung ist die Spracherkennung, für die Intel ein Mikrofon-Array und praktisch Nuance Dragon Assist vorgibt. Eine andere Spracherkennung wäre zwar zulässig, laut Intel gibt es aber keine, die Intels Anforderungen erfüllt. Zunächst soll die Spracherkennung für neun Sprachen, darunter auch Deutsch, zur Verfügung stehen. Weitere Anforderungen sind  eine Webcam mit mindesten 720p-Auflösung und die Unterstützung von Intels Wireless-Display. Damit sind faktisch Intel-WLAN-Controller Pflicht für Shark-Bay-Ultrabooks.

Intels Ultrabook-Empfehlungen

Für Ultrabooks, die mehr als 699 US-Dollar kosten sollen, um sich so besser im Haifischbecken ihrer Konkurrenten zu erwehren, hat Intel noch einen ganzen Katalog an weiteren Empfehlungen formuliert. Dazu zählen etwa Thunderbolt, 802.11ac-WLAN, 3G oder LTE, ein NFC-Chip, zusätzliche Sensoren für herkömmliche Ultrabooks ohne Tablet-Funktion und natürlich die Möglichkeit, das Ultrabook in ein Windows-8-Tablet zu verwandeln. So darf der Preis für ein Shark-Bay-Ultrabook dann auch auf mehr als 1000 US-Dollar klettern.

 

Für die 2013er-Ultrabook-Generation ist Spracherkennung Pflicht

© Intel

Für die 2013er-Ultrabook-Generation ist Spracherkennung Pflicht
Weitere Emfehlungen von Intel für Shark-Bay-Ultrabooks

© Intel

Neben den Pflichtkomponenten hat Intel für den Shark-Bay-Ultrabooks noch einen ganzen Katalog an Extras formuliert

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