CES 2016

Nikon D5: Alle Details zum Release des DSLR-Topmodells

Mit der Nikon D5 präsentieren die Japaner den langersehnten Nachfolger der D4s. Der Release der Profi-DSLR ist für das Frühjahr 2016 geplant.

Nikon D5

© Nikon

Die Nikon D5 wartet unter anderem mit neuem Sensor, verbessertem Autofokus und 4K-Videos auf.

Die Nikon D5 verdrängt mit ihrem Release als neues Spitzenmodell die D4s vom Thron des DSLR-Portfolios von Nikon. Am Dienstag wurde die Profi-Spiegelreflexkamera auf der CES 2016 in Las Vegas vorgestellt - im März 2016 soll die Vollformat-DSLR dann auf den Markt kommen. Nach den Gerüchten fassen wir hier für Sie alle Neuerungen und technischen Fakten zur Nikon D4 zusammen.

Upgrade für den Autofokus

In der D5 verbaut Nikon das neue AF-System Multi-CAM 20K mit TTL-Phasenerkennung. Es bietet insgesamt 153 Messfelder und 99 Kreuzsensoren. Manuell auswählbar sind nun 55 Autofokus-Punkte. Die AF-Empfindlichkeit reicht bis -4 LW (ISO 100).

Verbessert zeigt sich die Nikon D5 auch bei der Serienbildgeschwindigkeit. Bis zu 12 Bilder pro Sekunde schafft die DSLR nun bei Belichtungsmessung und AF-Verfolgung oder 14 Bilder pro Sekunde mit hochgeklapptem Spiegel. Der Pufferspeicher reicht für 200 RAW-Bilder und ermöglicht damit auch lange Aufnahmeserien. Für die Motiverkennung kommt ein neuer Belichtungsmess-Sensor mit 180.000 RGB-Pixeln zum Einsatz.

Sensortechnisch setzt die Nikon D5 auf einen CMOS im Vollformat (35,9 mm x 23,9 mm) mit einer Auflösung von 20,8 Megapixeln - bei der Nikon D4s (Test) waren es noch 16,2 Megapixel. Im Zusammenspiel mit der neuen Bildverarbeitungs-Engine Expeed 5 verspricht Nikon eine verbesserte Bildqualität und Farbgradation. Nicht gespart hat Nikon auch bei der Lichtempfindlichkeit - diese reicht bei der D5 von ISO 100 bis ISO 102.400 und ist im "Hi 5"-Modus auf extreme ISO 3.280.000 erweiterbar.

Unterstützung für 4K-Video

Eine weitere Neuerung im Vergleich zum Vorgängermodell ist der Support für die Aufnahme von Videos im 4K-UHD-Format. Die Nikon D5 zeichnet 4K-Filme wahlweise mit 30p/25p/24p und einer Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixeln auf, in Full-HD-Auflösung stehen auch 50p und 60p als Bildraten zur Verfügung. Genutzt wird das MOV-Format mit H.264-Komprimierung.

Um die anfallenden Datenmengen zu verarbeiten, bietet die Nikon D5 ein doppeltes XQD-Speicherkartenfach und einen USB-3.0-Anschluss. Von Haus aus nicht an Bord ist ein WLAN-Modul. Hierfür muss weiterhin ein externer Transmitter hinzugekauft werden.

Bewährte Grundausstattung

Das D5-Gehäuse wurde leicht überarbeitet und wiegt nun leer 1.235 Gramm und misst 158 x 160 x 92 mm. Der 3,2-Zoll-LCD-Monitor zur Bildkontrolle löst nun mit 2.359.000 Pixeln auf - im Vergleich zu 921.000 Pixeln bei der D4s. Der Pentaprismensucher bietet eine 100-prozentige Bildfeldabedeckung bei 0,72-facher Vergrößerung. Bei den weiteren Produkt-Details bleibt die Nikon D5 weitestgehend der Vorgängerin treu.

Lesetipp: Alle Nikon-DSLRs in der Test-Übersicht

Preis und Verfügbarkeit

Die Nikon D5 soll ab März 2016 bei ausgewählten Nikon-Vertriebspartnern erhältlich sein. Als Preis für das Gehäuse nennt Nikon 6.989 Euro.

Nikon D5 - Offizielles Produktvideo

Quelle: Nikon
2:19 min, Englisch

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