Anlagebetrug

Neue Welle von Pennystock-Spam

Spam-Mails mit betrügerischen Geldanlagetipps sind gerade wieder im Kommen. Waren sie lange Zeit verschwunden, tauchen die so genannten Pennystocks nun wieder aus der Versenkung auf, wenn auch bislang in relativ geringer Zahl.

Neue Welle von Pennystock-Spam

© Frank Ziemann

Neue Welle von Pennystock-Spam

Bis ins Jahr 2007 war Pennystock-Spam ein fester Bestandteil der täglichen Spam-Flut. Dann verschwanden die betrügerischen Anlagetipps, die Gründe sind nicht genau bekannt. Es ist anzunehmen, dass es sich für die Betrüger nicht mehr gelohnt hat, weil kaum noch jemand darauf herein gefallen ist.Das Berliner Sicherheitsunternehmen eleven hat jetzt wieder Spam-Mails entdeckt, die unrealistisch hohe Renditen mit unbedeutenden Aktien ("Penny-Stocks") versprechen. Sie werben dafür Geld in Aktien anzulegen, die nur wenige Cent kosten. Vorgeblich haben die Spammer vertrauliche Informationen, die einen baldigen rasanten Anstieg der Kurse bestimmter Papiere erwarten lassen.Sie versprechen Gewinne von 500 bis 2500 Prozent bei minimalem Risiko. Doch die einzigen, die profitieren werden, sind die Anlagebetrüger. Sie haben sich vor dem Spam-Versand mit den Aktien eingedeckt und treiben nun die Nachfrage und damit die Kurse künstlich in die Höhe. Dann verkaufen sie ihre Anteile (Gewinnmitnahme) und in der Folge purzeln die Kurse rasch wieder in den Keller. Die Opfer gehen leer aus.Auf einigen Börsenportalen werden Anleger bereits vor möglichen Betrugsversuchen gewarnt, weil plötzlich Bewegung in Kurse an sich toter Aktien kommt. Sollten die Betrüger Erfolg haben, könnten derartige Spam-Mails wieder häufiger werden. Derart unseriöse Anlagetipps werden auch per Fax verschickt.

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