Fake System Scanner

Neue Scareware-Taktik bringt mehr Schaden

Mit der Verbreitung so genannter Scareware, betrügerischer Schutzprogramme, haben Online-Kriminelle in den letzten Jahren viel Geld verdient. Jetzt haben sie ihre Taktik geändert, schaufeln zusätzliche Schadprogramme auf den Rechner.

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© Frank Ziemann

Vorgebliche Antivirusprogramme oder Tools zur Systemoptimierung haben Millionen in Kassen der Online-Kriminalität gespült. Doch die bislang für Abwicklung der Geldströme genutzten Finanzinstitute in Schwellenländern haben den Kriminellen auf Druck behördlicher Ermittlungen die Zusammenarbeit gekündigt. Jetzt suchen diejenigen, die daran mitverdient haben, nach neuen Einnahmequellen und verbreiten Malware.Der von Intel übernommene Antivirushersteller McAfee hatte Anfang August über stark rückläufige Zahlen bei neuen Scareware-Signaturen berichtet. Jetzt meldet Mitbewerber AVG in seinem Blog, dass eine neue Taktik bei der Scareware "System Scanner" festzustellen ist. Zwar meldet die betrügerische Software auch weiterhin vorgebliche Malware-Infektionen auf dem PC, nötigt jedoch nun nicht mehr zum Kauf einer teuren Vollversion. Vielmehr bietet System Scanner nun den Download eines Programms an, das diese Probleme angeblich beheben soll.Dieses Programm entpuppt sich bei näherer Betrachtung als so genannter Trojan-Downloader - es schaufelt weitere Schädlinge auf den PC. Diese spioniert Passwörter sowie andere vertrauliche Daten aus oder macht den Rechner zu einer fremdgesteuerten Spam-Schleuder. Auf der Web-Seite des System Scanner lauern Exploits für altbekannte und längst gestopfte Sicherheitslücken im Flash Player, Adobe Reader und in Java, um die Scareware auf den PC eines Besuchers zu schleusen.

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